Harmonische Oberschwingungen , Netzrückwirkungen - Netzqualität Analyse

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1mkRE
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Beitrag von 1mkRE » Dienstag 17. März 2015, 22:45

Hallo Oberwelle,

ich hoffe ich hab es richtig verstanden, da die Oberspannungsseite in unserem Fall in Dreieck gewickelt , und bei der Unterspannungsseite einen Sternpunkt hat verschwinden die Oberwellen im Nullsystem über den Sternpunkt? Ist das nun richtig?

Ein sehr interessantes Thema, Drehsystem auch schon lange nicht gehabt was man alles gerne vergisst wenn man jahrelang nicht darüber nachdenken muss respekt1 an dich Oberwelle!!

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Beitrag von 1mkRE » Dienstag 17. März 2015, 23:22

Hallo Overwelle ja der Trafo ist ein Dy5nd0.
Bei dieser muss jedoch gleichmäßig belastet werden auch gleich labfe kabel usw.

Mit dem ausdruck Nullsystem kann ich grad nichts anfangen.Kanbst du da mehr erleutern?

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Oberwelle
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Beitrag von Oberwelle » Mittwoch 18. März 2015, 06:08

Ich glaube so kann man es beschreiben.

Ich wünsche mir allerdings da noch mehr durchzublicken, dazu muß man dann allerdings trockene höhere Mathematik beherrschen, das tue ich mir nicht mehr an.. :D

OW
.
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Beitrag von PQ_Trainer » Mittwoch 18. März 2015, 17:58

1mkRE hat geschrieben:Hallo
Die beiden FUs hängen an einem Doppelt Gewickelten Transformator mit einer Phasenverschiebung, der auf natürlichem Wege die Oberwellen kompensieren soll. Das ist mein neuer Stand. Jedoch denkt man nach falls das nicht ausreichen sollte Active front ends zu verwenden. Trotzdem muss man dem Netzbetreiber eine Analyse vorlegen.
So geht es natürlich auch, wenn die beiden FUs gleiche Leistung haben.
Also 2 FUs welche wie eine B12 Brücke wirken, damit werden die 5. und 7. OS kompensiert.

@OW, ich hoffe, dass die geradzahligen OS nicht im Netz vorhanden sind.
Geradzahlige OS bedeuten, dass die pos. und negative Halbperiode ungleich sind (nicht zentral symmetrisch).
Es kann zu einem Gleichspannunganteil kommen, welcher zusätzliche Korrosion, sowie Schwierigkeiten bei der Lichtbogen Löschung genauso wie die Probleme mit Oberschwingungen bei dem Abgleich der Peterson Spule bewirken.

Habe auch einen netten link vom Fassbinder welcher anerkannter Experte ist und einige Bücher geschrieben hat gefunden.
http://www.elektropraktiker.de/fileadmi ... 79-683.pdf

Achja, da bei mir viele PQ Messgeräte herumliegen, biete ich Dir an eines zuzusenden. Über Skype könnte ich Dir die Bedienung erklären.
Ein Angebot ohne Dir etwas verkaufen zu wollen.:D
Aber mir ist langweilig ;)
Nunja, die Versandkosten müsstes Du zahlen.

L.G. Richard
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Beitrag von 1mkRE » Donnerstag 19. März 2015, 13:35

Hallo Overwelle ja der Trafo ist ein Dy5nd0.
Bei dieser muss jedoch gleichmäßig belastet werden auch gleich labfe kabel usw.

Mit dem ausdruck Nullsystem kann ich grad nichts anfangen.Kanbst du da mehr erleutern?

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Beitrag von 1mkRE » Donnerstag 19. März 2015, 16:26

Hallo also nun das PQ Trainer das angebot nehme ich gerne an und natürlich lerne ich gerne immer mehr dazu.

Ansonsten ganz allgemein gefragt, vielleicht habe ich es übersehen, die oberwellen anordnungen sind in so fern alles erfahrungseerte die in der elektrotechnik welt zusammen gekommen ist?! Anderseits gefragt aus erfahrung hat man herausgefunden mit welchen methoden jeweils oberwellen ordungen kompensiert werden?oder wie ist die geschichte?

Welche oberwellen sind wo gefährlich?leider hatte ich die tage keine zeit zu lesen.

Ansonsten danke ich dir PQ trainer und oberwelle!!ich habe viel dazu gelernt und viel info material erhalten.spannendes thema!!!dank1

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Beitrag von PQ_Trainer » Freitag 20. März 2015, 12:31

@1mkRE
machen wir, bevor meine Geräte da verstauben :D
Die LEM Flexen (Rogowski Spulen) gehen bis auf 3000A +20% werden wohl reichen :)
Zum Nullsystem will ich folgendes erklären:
Es ist klar, dass ein Drehstromsystem die 360° durch 3 teilt.
D.h. 120° Phasenverschiebung zwischen den Außenleitern.
Die 3 fache Frequenz und deren Vielfachen teilen die Grundschwingung (50Hz) ebenfalls durch 3 und den Vielfachen von 3. Damit liegen diese Frequenzen ohne der 120° Phasenverschiebung in (Gleich-) Phase mit den 50Hz.
Damit gibt es keinen Ausgleich der Ströme über die Phasenverschiebung und summieren sich auf dem Neutralleiter !
Zu den Basics hat Alex McEachern rechte nette Tools entwickeln lassen.

http://www.powerstandards.com/PQTeachingToyIndex.php

Er ist Vorsitzender der IEC 61000-4-30 welche die Anforderungen an Klasse A,B.. PQ Messgeräte beschreibt.
Da gibt es auch was über Mit-,Gegen-&Nullsystem.

Die EN 50160 welche als Norm von Energieversorgern für die Beurteilung der Spannungsqualität 1995 gültig wurde, als die elektrische Energie als Produkt ein "technisches Datenblatt" bekommen mußte, wurde auch aus Erfahrungswerten erschaffen.
Im Prinzip wurden die Grenzwerte für die Oberschwingung Spannungswerte aus der IEC 61000-2-2 genommen und auf die 25. OS begrenzt, aus gutem Grund denn die FUs laufen außerhalb dieser Frequenz. Könnte ja sonst ein Problem mit der Industrie geben ;) Desweitern wurden die Grenzwerte etwas angehoben. Zu guter Letzt wurden 95% Werte genommen um sich damit gegen kurzzeitige (extreme) Beeinflussungen abzusichern.
In der neuen EN50160 wurde der Versuch der Industrie 99% Grenzwerte in die Norm einzubringen abgeschmettert.
Ein Kuhhandel, da die EVUs Unenn=230V auf einen Grenzwert von +-15% anheben wollten.
So hat sich seitdem nicht viel geändert, außer dass diese Norm auch für Hochspannung gelten soll, wobei die Grenzwerte für OS Spannung und den Spannungssystemen noch in Beratung sind.


L.G. Richard
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Beitrag von 1mkRE » Samstag 21. März 2015, 01:13

Hallo Richard,

freue mich. Natürlich sollen die guten Geräte nicht verstauben ich helfe gerne dabei ;) .

Dein Link ist super danke. Der download erklärt alles schön bildlich das hilft sehr auch anderen interessierten zu dem Thema.

Ich glaube ich hab ein neues Hobby.

Ich hab jedoch eine Frage zu deinem vorherigen Beitrag. Du sprachst doch von Geradezahligen OS und deren entstehung. Wenn ich mir einen halbgesteuerten Softstarter anscheue, dann müsste dieser doch Geradezahlige OS machen, da dort doch die negative und positive Halbwelle unterschiedliche sind bei einem ixbelibigen Phasenanschnitt?!

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Beitrag von PQ_Trainer » Samstag 21. März 2015, 10:42

@1mkRE,
würde aber erst in ca. 1 Woche das Gerät bereit zum Versenden haben.
Bin im übersiedeln und etwas im Stress, muß das Gerät vorher auch überprüfen.
Ich gestehe "halbgesteuerten Softstarter" sagt mir nix, große Lasten welche über Softstarter anlaufen müssen, produzieren zu 99,99% keine geradzahligen OS. Denn das wäre kontraproduktiv. Klasisches Beispiel war ein Haarföhn welcher mit einer Diode in Serie zur Heizwicklung die Leistung halbierte.(Einweggleichrichtung) Ebenso müssen Elektrische Heizungen über eine Impulspaket Ansteuerung verfügen, eine Phasenanschnitt Steuerung ist wegen der OS, welche vom Winkel des Phasenanschnitts abhängt nicht erlaubt.
Eigentlich auch Geschichte, dass nur ein Thyristor als sogenannter DIMMER eingesetzt wird, nun sind es seit langem TRIACs (2 antiparallel geschaltete Thyristoren).
Aber es ist richtig, wenn nur eine Halbperiode belastet wird, kommt es zu geradzahligen OS.
Röhrenfans lieben Trioden Röhren, denn die gekrümmte Kennlinie bringt ebenfalls geradzahlige OS, welche als Musik einen weicheren Ton bringt.
Ein Oktav Sprung =Faktor 2 der Grundfrequenz.

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Beitrag von 1mkRE » Sonntag 22. März 2015, 23:00

Hallo Richard

die Halbgesteuerten Softstarter meine ich mit einer Gesteuerten und einer ungesteuerten Diode antiparallel geschaltet je Phase. Vollgesteuert wäre dann zwei gesteuerte Dioden jeweils in einer Phase antiparallel geschaltet also wie du schon sagtest Triacs. Jetzt weiß ich nun nicht ob die noch gebaut werden Halbgesteuerte. Es gab da technisch so viele Varianten bei Softstartern habe nicht mehr den überblick.

Ich habe gehört das softstarter höhere Netzrückwirkungen haben als FUs bist du da meiner meinung? Jedoch nur im Hochlaufbetrieb denke ich!

Das mit dem "höhere" kann ich mir nur mit höheren spannungsanteilen der Harmonischen vorstellen?!

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