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  #1  
Alt 25.02.2010, 17:05
Kabelle Kabelle ist offline
Kabelle
 
Registriert seit: 09.01.2008
Beiträge: 338
Eine unendliche Geschichte: Haartrockner in der Badewanne

Hallo allgemein,

diese unendliche Geschichte führt zu einem erfreulichen Ende !

Zunächst: wo man auch hinhört, der Fön in der Badewanne führt zu Spekulationen "ungefährlich" (Laienmeinung "weil der Mensch einen großen Widerstand hat") , "relativ ungefährlich" (weil der FI sofort abschaltet,) , häufige Expertenmeinung. Aber da die heute übliche Installation mit
Kunststoffwannen und - rohren eine Erdung wirkungslos macht, reicht der
bloße Einsatz eines FI- (RCD-) Schalters für eine wirkungsvolle Schutzmaß-
nahme häufig nicht aus !
Ich stelle die Ergebnisse meiner Untersuchungen in einem kleinen Video- Film
vor, die nach meiner Überzeugung zu der pauschalen Forderung führen:
Alle mobilen (d.h. nicht ortsfesten) Geräte mit direktem Netzanschluss
müssen mit (geeignet angebrachten) Schutzleiter ausgeführt werden !!

Unter Umständen müssen sogar Gerichtsurteile überprüft werden, weil
bei einem Personenschaden nach landläufiger Meinung die Schutzmaßnahmen hätten greifen müssen.

Ich hoffe auf eine weiterführende Diskussion !

http://www.fh-dortmund.de/de/studi/f...lehre/foen.php

Kabelle
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  #2  
Alt 25.02.2010, 17:29
kaidegen kaidegen ist offline
Dauerbrenner
 
Registriert seit: 12.11.2006
Beiträge: 538
Gute Idee und äusserst interessant.


In welcher Richtung fliessen die Ströme denn durch den Körper des Menschen der in der Wanne sitzt ?

Es ist für mich grad schwer vorstellbar: Netzspannugn liegt eigentlich nur innerhalb des Föns an. Fällt der Fön nun zB bei den Füssen ins Wasser. Was treibt dann 1m weiter, wo der Oberkörper liegt, den Strom von rechts nach links durch den Oberkörper des Menschen ??

Also, dass der Fön weiter läuft weil die Wanne gut isoliert und kein Fehlerstrom erkannt wird, glaube ich sofort.

Aber dass der Strom im Wasser dann "Magnetfeldartig" so große Bögen macht, dass am anderen Ende der Wanne ein gefährlich großer Strom durch einen Mensch getrieben würde ist für mich nicht "greifbar"
__________________
Viele Grüße
Kai
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  #3  
Alt 25.02.2010, 18:06
Benutzerbild von Alois
Alois Alois ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 28.07.2004
Ort: Hessen GG
Beiträge: 11.576
Hallo Kabelle,

als meine Kinder klein waren habe ich genau so den Fön präpariert, da wir eine Kunststoffwanne haben.

@kaidegen,

elektrische Felder bilden Feldlinien ausgehend von einem Pol zu einem entgegengesetzt geladenen Pol. Liegt in einer solchen "Feldlinie" ein Widerstand (Mensch), dann fließt ein Strom über ihn.

Wieso glaubst Du, bleibt die Spannung innerhalb des Gehäuses?

Hier einmal die Feldlinien, wie sie von den Anschlüssen des Fön ausgehen können.

Name:  Feld.jpg
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Größe:  17,2 KB

Gruß

Alois
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  #4  
Alt 25.02.2010, 18:14
ohoyer ohoyer ist offline
Super-Moderator
 
Registriert seit: 27.12.2006
Ort: Koblenz
Beiträge: 3.426
Doofe Frage: im o.g. Schaltbild ist noch ein TN-C System gezeichnet- ist das so beabsichtigt? Ein FI dadran dürfte doch recht sinnfrei sein?
__________________
„Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“

Friedrich Nietzsche (Werk: Jenseits von Gut und Böse, Aph. 146)
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  #5  
Alt 25.02.2010, 18:19
kaidegen kaidegen ist offline
Dauerbrenner
 
Registriert seit: 12.11.2006
Beiträge: 538
@Ohoyer: Auf dem Schaltbild sieht man doch schön wie der PE der Steckdose am FI vorbei zum PEN führt. Auf dem Bild ist eigentlich ein TN-C-S Netz mit Trennung von N und PE direkt vorm FI. PE ist dann allerdings nicht angeschlossen an dem was weiterführt. Bei "geerdeter Wanne" würde der FI schon auslösen.


@Alois: Ja das mit dem Bild ist noch klar, von welchem Widerstand pro cm. Wasser kann man etwa ausgehen ?

Der größte Teil des Stroms fliesst direkt von Pol zu Pol, die Ströme auf den weiter aussenliegenden Bahnen sind kleiner.
Gut hab auch vergessen zu bedenken der Mensch ist nass, Hautwiderstand recht gering gann. Trotzdem wäre mal interessant wieviel Strom weiter aussen noch fliesst ?

Reinsetzen in die Wanne würde ich mich definitiv nicht
__________________
Viele Grüße
Kai
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  #6  
Alt 25.02.2010, 18:21
Kabelle Kabelle ist offline
Kabelle
 
Registriert seit: 09.01.2008
Beiträge: 338
Video soll überzeugen

Hallo Kai, hast denn den Film Dir schon angesehen ?

Ich bin noch selber beeindruckt, wie der eingetauchte PE sofort den Fehler-
strom übernimmt und den FI auslöst, auch auf Abstand zum Fön.

Kabelle


HTML-Code:
[quote=kaidegen]Gute Idee und äusserst interessant. In welcher Richtung fliessen die Ströme denn durch den Körper des Menschen der in der Wanne sitzt ? Es ist für mich grad schwer vorstellbar: Netzspannugn liegt eigentlich nur innerhalb des Föns an. Fällt der Fön nun zB bei den Füssen ins Wasser. Was treibt dann 1m weiter, wo der Oberkörper liegt, den Strom von rechts nach links durch den Oberkörper des Menschen ?? Also, dass der Fön weiter läuft weil die Wanne gut isoliert und kein Fehlerstrom erkannt wird, glaube ich sofort. Aber dass der Strom im Wasser dann "Magnetfeldartig" so große Bögen macht, dass am anderen Ende der Wanne ein gefährlich großer Strom durch einen Mensch getrieben würde ist für mich nicht "greifbar"[/quote]
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  #7  
Alt 25.02.2010, 18:42
Etrick Etrick ist offline
Halbleiter
 
Registriert seit: 03.08.2007
Beiträge: 1.082
Hallo,

zu diesem Thema gibt es doch diese berühmten Selbstversuche eine Ingenieurs. Ich glaube, hier im Forum stand auch schon etwas dazu.

Der kam zu dem Schluss FI Schalter unbedingt und evtl. PE ohne weiter Verbindung in Kunstoffföne "mitführen".

Gruß

Achim
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  #8  
Alt 25.02.2010, 18:45
ohoyer ohoyer ist offline
Super-Moderator
 
Registriert seit: 27.12.2006
Ort: Koblenz
Beiträge: 3.426
Zitat:
Zitat von kaidegen
@Ohoyer: Auf dem Schaltbild sieht man doch schön wie der PE der Steckdose am FI vorbei zum PEN führt. Auf dem Bild ist eigentlich ein TN-C-S Netz mit Trennung von N und PE direkt vorm FI. PE ist dann allerdings nicht angeschlossen an dem was weiterführt. Bei "geerdeter Wanne" würde der FI schon auslösen.


@Alois: Ja das mit dem Bild ist noch klar, von welchem Widerstand pro cm. Wasser kann man etwa ausgehen ?

Der größte Teil des Stroms fliesst direkt von Pol zu Pol, die Ströme auf den weiter aussenliegenden Bahnen sind kleiner.
Gut hab auch vergessen zu bedenken der Mensch ist nass, Hautwiderstand recht gering gann. Trotzdem wäre mal interessant wieviel Strom weiter aussen noch fliesst ?

Reinsetzen in die Wanne würde ich mich definitiv nicht

Wenn man genauer hinsieht, kann mans erkennen ;-) - hatte nur flüchtig in die Beschreibung gesehen...

Dh. wenn alle Hersteller von schutzisolierten Geräten dieses berührgeschützt, aber eben wassererreichbar einbauen würden, hätten wir einen erhöhten Schutz bei solchen Aktionen...
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  #9  
Alt 25.02.2010, 19:31
Max60 Max60 ist offline
Sicherungsvertreter
 
Registriert seit: 13.08.2009
Beiträge: 962
http://www.youtube.com/watch?v=J04MKllqqaU

Der FI sollte aber doch auslösen, sobald ein Fehlerstrom über z.B. eine Person abfließt fließt. (Hand an der Armatur, Fuß im Wasser) - Da der Fehlerstrom bei einem 0,03A-FI nicht größer als 30mA werden kann, besteht für die Person erst mal keine Lebensgefahr.. Oder nicht?

Geändert von Max60 (25.02.2010 um 19:48 Uhr).
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  #10  
Alt 25.02.2010, 20:27
henryausunsen-h henryausunsen-h ist offline
DerPensionär
 
Registriert seit: 30.01.2009
Ort: Unsen /Hameln
Beiträge: 80
Fön in der Badewanne - hier FI

Ein FI-Schalter (neudeutsch RCD) begrenzt den Fehlerstrom eben nicht, sondern schaltet bei Überschreiten des Nenn-Fehlerstroms (alte Nomenklatur) diesen allpolig in Schnellzeit ab. Bis dahin wird der Fehlerstrom nur durch den Schleifenwiderstand (TN) oder den Widerstand der Erdschleife (TT) begrenzt. Bis dahin kann der "Durchströmte"aber durchaus ernstlich was abbekommen haben. Man denkt heute anders darüber als seinerzeit Heerr Biegelmeier...
Pensionär
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