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#1
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Mittelspannungsanschlußraum 20 kV
Hallo,
am letzten WE habe ich mal das WWW durchstöbert, um zu erkunden, wie groß denn ein Mittelspannungsanschlußraum sein muß. Ich habe allerdings nur was in Österreich gefunden. Eon.Avacon schweigt sich da aus. Ich brauche für mein Betriebsgebäude 2 Anschlüsse und den Trafoabgang. Anbei mal die eingescannte Skizze. Für die Schaltanlage wären dann 1,70 m in der Breite und 2,20 m in der Höhe vorgesehen. Dann haben die Östereicher vergitterte Luken zwischen Trafo und MS und NS. Die will ich nicht. Ich würde die Wände gerne geschlossen bauen. ... |
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#2
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Anschlussraum
Ich kann Dich beruhigen , auch in Ö gibt es geschlossene Wände zwischen den einzelnen Räumen von Trafostationen und nicht nur Gitter . Gibt aber auch Ausführungen wo das nicht der Fall ist , wo dann eben nur Gitter sind . Vorwiegend aber bei älteren Anlagen oder begehbaren Kleinstationen . Eine Mindestgrösse ist mir nicht bekannt bei Anlagen dieser Art . Was aber zu beachten ist , ist das ein Fluchtweg in der Breite von mindestens 50cm frei bleiben muss . Auch bei geöffneten Schaltfeldtüren etc. . das ist ein Anhaltspunkt wie gross Dein Schaltraum sein sollte . Eben so gross das noch ein 50cm breiter Fluchtweg frei bleibt . Und wenn Du einen Giessharztransformator aufstellst , muss vor dem Trafo nochmal ein Schutzgitter sein und auf dem Gitter das Normzeichen für die Berührungsgefahr drauf ist . Egal ob die Trafozelle eine eigene Türe hat oder nicht . Bei einem Öltrafo reicht ein Absperrbalken . Ach ja , für Öltrafos gibt es berührungssichere Steckanschlussysteme auf der MS und Schutzkappen für die NS-Anschlüsse . Macht die Sache bei putzen leichter weil der Trafo nicht abgeschaltet werden muss weil berührungssicher . Aber sind 1,7m nicht etwas wenig für eine Mittelspannung ? ja ich weiss es gibt Schmalbauzellen . Aber schon mal an sowas Kabel angeschlossen , Spannungs geprüft oder eine Erdungsgarnitur angeschlossen ?
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#3
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Hallo,
danke für den Hinweis. Es soll nix extravagantes werden. Es soll soviel Platz da sein, um 'normale' Mittelspannungsschaltgeräte unterzubringen. Noch kann ich auf dem Papier radieren. Später Beton abbrechen ist schwieriger. Das Maß "170 cm" ergab sich aus 3 x 50 cm + Randabstand. Wenn gängige Zellen 60 cm breit sind, wären es 3 x 60 = 180 cm. Dann müsste der Raum 2,00 m breit werden. Aber dann könnte man auch längs bauen: 60 cm Zellentiefe + 60 cm Tür + 50 cm Fluchtweg = 170 cm Dann wären 200 cm ja ausreichend, und längs hätte man 360 cm Baubreite. ... |
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#4
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Als Arbeitsbehelf
Unter http://www.driescher.de oder http://www.driescher-wegberg.de kannst Du ja mal nachschauen was es so gibt an gängigen Anlagenarten .
Und hier mal zusammengefasstes aus D vom VDE http://www.vde.com/de/fnn/dokumente/...2008-05-29.pdf Mir ist gerade aufgefallen das Du so etwas wie einen Hausanschlussraum geplant hast . Der Grundgedanke dahinter ist ok , aber ich weiss nicht ob es möglich ist bei Schränken mit Absicherungen von 900 bis 1000 Ampere (= Trafo 630kVa = 909 A) das ganze in einen Raum mit Gas , Wasser und Schwachstrom zu stellen . Bedenke : DAS IST KEIN HAUSANSCHLUSSKASTEN SONDERN UM EINIGES GRÖSSER ! Und in Trafostationen ist das führen von Artfremden Leitungen wie Wasser , Gas , Schwachstrom , Sprinkler , EDV , etc. verboten . Und zu der Trafostation zählt auch der Niederspannungsraum . Und ein Niederspannungsraum ist KEIN Hausanschlussraum im herkömmlichen Sinn . Der Niederspannungsraum darf nur von Fachkräften oder elektrotechnisch unterwiesenen Personen betreten werden . Und der Wassermann oder der Gasmann der im Notfall den Haupthahn zudrehen will , hat aber in diesem elektrischen Betriebsraum nichts verloren . Denke Du wirst für die anderen Gewerke eigene Räume einplanen müssen . Geändert von Wienstrom (08.02.2010 um 11:36 Uhr). |
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#5
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Hallo,
der Trafo ist ein bischen überdimensioniert. Eigendlich reicht ein 250 kVA 20/0,4 kV. Der 630 er war aber leichter zu organisieren. Also sind nur 360 A auf dem NS-Sammelschienensystem. Da reicht dann ein "normaler" Hager - Schrank. Den Telefonanschluß braucht der VNB sowieso. Gas muß ich mal prüfen. Die olle Wasseruhr kann ich notfalls auch beim BHKW mit hinsetzen. Auf den Fußboden kommt ein 3-Schienen-Weg mit 520 und 670 mm Spurbreite aus IPE 100 - Profilen. Dann kann man da wahlweise 630er und 250er Trafos hineinrollern. Von der Länge her würden sogar 2 Trafos hintereinander hineinpassen. Leider weiß ich den minimal zulässigen Abstand von Mittelspannungstrafos nicht. ... Geändert von Elt-Onkel (08.02.2010 um 13:37 Uhr). |
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#6
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Moin Elt-Onkel,
Dein VNB hat sicherlich einige Vorstellungen von der Betriebsraumgröße. Bei Vattenfall HH ist es die TA-MS. Dazu käme dann noch die MEltBauVO bzw. die landeshoheitliche Umsetzung des Werkes. Hier gibt es auch Angaben zu den Wänden. Öl-Trafo? Wie sieht es mit einer Messung aus. Wenn diese MS-seitig erfolgen soll, wäre eine 4 Zelle (somit 4 * 0,6 m) erforderlich. Bitte denke noch an einen Doppelboden. Die Installation wird dadurch erheblich vereinfacht. Für die Größe des Traforaumes sind BGV A3 bzw. TRBS 2131 heranzuziehen. Dort findest Du Abstandsangaben (z. B. für die Entfernung Trafo-Betriebsraumtür). Wenn Du Deine Angaben etwas detaillieren könntest, wäre es hilfreich. Beachte bitte, dass der VNB diese Anlage meistens auch dann genehmigen muss, wenn sie sich in einem privaten Netz befindet. Soll das BHKW auf der NS-Seite einspeisen? Gruß Olaf
__________________
Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, UVV, AVBEltV/NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, GPSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden. Für elektrotechnische Laien gilt: Dieser Beitrag erläutert die technischen Zusammenhänge. Die Umsetzung obliegt den konzessionierten Fachbetrieben (§13(2) NAV). |
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#7
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Unser VNB hat nichts dagegen, die Kundeneigene, direkt vom Trafo gespeiste NSHV im Berreich der Produktionshalle aufzustellen. Egal ob NS- oder MS-Seitig gemessen wird. Ein eigener Betriebsraum ist nicht erforderlich.
Trotzdem würde ich das ganze vorher mit dem zuständigen Netzmeister abklären bzw. bei ihm um Planungshilfe/anregungen bittend vorstellig werden. |
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#8
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2 Trafos hintereinander ?
Nicht so sinnvoll oder ? Wenn der hintere Trafo defekt wird kannst Du den vorderen gleich mitausbauen . Glaube auch zu wissen das jeder Trafo einen eigenen Raum benötigt allein schon wegen der Brandlast im Havariefall . Soll ich ehrlich sein ? Für mich wirkt die ganze Planung sehr dilettantisch . Fast so als würdest Du für Dein Privathaus eine Umspannstation planen . Von 630kVa Trafo plötzlich ein 250kVa Trafo . HALLO , ich mein 630kVa oder 250kVa ist ein erheblicher Unterschied . Man muss doch wissen wieviel Leistung benötigt wird . Das ist das Grundwissen wenn man eine solche Anlage errichtet . Gas , Strom , Wasser und Telefonleitung in einem NSP-Raum . Niemals im Leben . Das ist kein privates Einfamilienhaus sondern eine gewerbliche Anlage . Da gibt es andere Vorschriften . Mir ist auch klar das man eine Zählerfernauslesung mit EINER Telefonleitung zum Zähler hin löst . Aber man kann nicht einen ganzen Rangierverteiler der Post dort reinsetzen der das ganze Viertel mit Telefon speist und das wird Dir auch keiner genehmigen . Und die Wasseruhr alternativ beim BHKW ? Es gibt gewisse Grundvorraussetzungen für die Anbringung eines Wasserzählers . Und das der gut in einem einem BHKW aufgehoben ist (Vibrationen , Wärme , Hygiene > weil es ja ein Trinkwasserzähler sein wird , usw. ) kann ich mir kaum vorstellen . Wenn das für den Betrieb ist in dem Du arbeitest würde ich die ganze Planung schnell in professionelle Hände legen sonst fällst Du damit vielleicht mächtig auf die Nase . Wenns für Dich privat sein sollte --> viel Spass beim weiterplanen .
P.S : Wusste das hatten wir doch alles schon mal : HIER http://www.diesteckdose.net/forum/sh...highlight=20kV und HIER http://www.diesteckdose.net/forum/showthread.php?t=4240 Das Projekt zieht sich aber schon mächtig lange hin . |
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#9
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Hallo Wienstrom,
leider falsch - in Deutschland gehen auch mehrere Trafos in einen Raum. Nachfolgend ein Foto aus dem BV, was ich gerade bearbeite. ... |
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#10
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Alles klar
Die Anlage auf dem Foto ist bestehend . Was sagt die Norm bei Neuanlagen ? Und was denkst Du wäre besser bei einer Neuanlage ? 2 Trafos gemeinsam in einen Raum zu stellen oder jeden Trafo in einen eigenen Raum und jeder Raum für sich ist ein eigener Brandabschnitt ?
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