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  #1  
Alt 28.04.2009, 22:20
Botti Botti ist offline
Null-Leiter
 
Registriert seit: 26.04.2009
Beiträge: 16
Benning ST 710 - brauchbar?

Hallo,

Da ich die (wohl erstmal einmalige) Gelegenheit habe günstig an ein gebrauchtes Benning ST 710 zu kommen (sogar noch mit Restgarantie) würde mich interessieren, ob jemand damit schonmal gute (oder auch schlechte) Erfahrungen gemacht hat.
Die Bedienungsanleitung (z.B. bei Conrad zu finden) sieht für mich so aus als wenn das Gerät recht einfach zu bedienen wäre.

Das Gerät soll nur privat eingesetzt werden, insbesondere an PCs und ihrem Zubehör, da ich recht viel an diesen Geräten bastel (zwar nur "hinter" dem Netzteil, hab da aber auch schon so manche seltsamen Sachen gehabt --> einmal sogar 230V am Gehäuse, Sicherungsautomat hat gehalten )

Daher also ganz konkret meine Fragen:

1. Ist die Bedienung wirklich so einfach, wie es in der Anleitung ausieht? (Zu prüfendes Gerät einstöpseln, Klemme ans Gehäuse und auf nen Knopf drücken)

2. Gibt es bei der Messung irgendwas zu beachten, das die Anleitung verschweigt?

3. Gibt es wichtige sicherheitsrelevante Sachen, die das Gerät nicht berücksichtigt? (Das ich mir das zu prüfende Gerät gut anschauen sollte ist mir schon klar)

4. Kann ich davon ausgehen, dass ein Gerät, das vom ST 710 als OK angezeigt wird und auch keine sichtbaren Schäden aufweist auch tatsächlich sicher ist?

Gruß
Botti
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  #2  
Alt 29.04.2009, 01:29
Teletrabi Teletrabi ist offline
Starkstrom
 
Registriert seit: 10.02.2004
Beiträge: 3.369
Das Ding ist doch neu, wie kommst du da an ein gebrauchtes bzw., warum will der Besitzer es schon wieder los werden?
Wird zwar stiolz beworben als erster Batteriebetriebener Gerätetester... Ist in meinen Augen aber Müll, sobald man mehr als Nachttischlampen testen will.
Ersatzableitstromverfahren ist nur sehr, sehr eingeschränkt anwendbar. Bei deinem PC schonmal keine brauchbare Aussage damit zu bekommen. Für andere Messgeräte zur Berührstrom/Schutzleiterstrom wollte mir Benning auf der Hannovermesse dann gleich noch deren Differenzstromzange aufschwatzen. Nunja... Damit wird Berührstrommessung auch zum Ratespiel,die kleinen Strömen sind kaum noch aus dem Signal des Betriebsstroms herauszulesen, sooo perfekt funktioniert die Aufhebung der L und N-ströme in der Realität dann doch nicht. Direkte Messung in einer Sondenleitung bei Betrieb am Netz ist auf alle Fälle zu bevorzugen.


Zu 2 - Kenn die Anleitung nicht.
3 - siehe oben, Ersatzableitstromverfahren taugt auschließlich dann, wenn Iso-Mesung zuvor bestanden und keinerlei elektrisch betätigte Schalter vorliegen. Außerdem können Kapazitäten doppelt so groß in Erscheinung treten wie im Realbetrieb, wo mangels Spannung durch einen Komndensator zwischen N und PE nahezu kein Strom fließt. Beim EASV wird die Spannung jedoch zwischen PE und den parallelgeschalteten L und N-Leitern angelegt. Sind jetzt C's sowohl zwischen N und PE als auch L und PE vorhanden, liegt die Spannung an der Parallelschaltung dieser und es fließt doppelt so großer Strom wie im Realbetrieb.

Wie berücksichtigt das Gerät denn zu erwartende Werte? erfolgt da ein Abgleich? Soweit ich das überblickt habe nicht, sondern nur Test auf Normgrenzwert. Wenn zwar 0,3 Ohm erlaubt sind, ein Gerät mit nem halben Meter 2,5² Anschlussleitung 0,27 Ohm aufweist, ist das zwar der Norm entsprechend, aber dennoch ein deutlicher Hinweis, dass irgendwas mit dem PE-Anschluss im Argen ist.

4 - das beste Gerät kann keine Unwissenheit des Prüfers kompensieren. Prüf damit mal ne Waschmaschine. Die Chancen, dass die Trommel keinen Durchgang aufweist stehen gar nicht mal schlecht, bei ner 200mA-Messung. Mit 10A wäre vermutlich alles in Ordnung, kann das Gerät bloß nicht. Solange du nicht wirklich weißt, was du da misst, ist es bestenfalls ein Hinweis, dass kein offensichtlicher Fehler vorliegt. Eine wirkliche Bestätigung ist es nicht. Wohe rsoll da sGerät auch Wissen, ob bei der PE-Messung die Anschlussleitung bewegt wurde, um einen Leitebruch zu finden? Ob alle relevanten Stellen bei der Iso-Messung sondiert wurden?
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  #3  
Alt 29.04.2009, 15:20
Botti Botti ist offline
Null-Leiter
 
Registriert seit: 26.04.2009
Beiträge: 16
Hallo und erstmal danke für die Einschätzung des Gerätes

Zitat:
Zitat von Teletrabi
Das Ding ist doch neu, wie kommst du da an ein gebrauchtes bzw., warum will der Besitzer es schon wieder los werden?
Der jetzige Besitzer will das Gerät loswerden, weil ers nicht gebrauchen kann, er hatte es als gerade mal 2 Wochen altes Gerät zusammen mit jeder Menge anderer Geräte (hauptsächlich EDV-Sachen, das ST 710 wurde wohl von der Firma für internen Gebrauch angeschafft, wenn ich das alles richtig mitbekommen habe) aus Insolvenzmasse aufgekauft, hat dafür aber keine Verwendung, für das restliche Material schon.

Da das Gerät für meine Zwecke wohl eher nicht geeignet ist werde ich es auch nicht nehmen.

Dann heißt es bei mir weiterhin hoffen, dass alles gut geht und im Notfall der "Personenschutz-Zwischenstecker" schnell genug abschaltet (nen RCD gibts bei mir in der Wohnung ja nicht).

Gruß
Botti
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