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  #1  
Alt 21.07.2008, 13:44
zebra-ma zebra-ma ist offline
Feuerwehrler
 
Registriert seit: 25.06.2007
Ort: Dinslaken
Beiträge: 498
NYM/J oder NYY/J

Hallo!
Wir sind hier gerader in einer heißen Diskussion:

Neubau, Einfamilienhaus:

Erfolgt die Installation mit der klassischen NYM/J - Leitung im Flexrohr oder mit NYY/J direkt auf dem dem Beton? Wie macht ihr das?

Gruß
Martin
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  #2  
Alt 21.07.2008, 15:09
Teletrabi Teletrabi ist offline
Starkstrom
 
Registriert seit: 10.02.2004
Beiträge: 3.351
Wie wär's mit der dritten Variante - NYM-J direkt in der Wand?

Oder Nummer vier - NYM-J in betontauglichem Flexrohr im Boden?

Variante fünf: Flexrohr mit Einzeladern.

Standard dürfte wohl NYM in Wand sein. Oder ggf. als NYY oder NYM mit Rohr im Beton, wenn man denn da während der Errichtungsphase schon rumwerkeln kann und sich das Wände schlitzen sparen will.
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  #3  
Alt 21.07.2008, 15:39
zebra-ma zebra-ma ist offline
Feuerwehrler
 
Registriert seit: 25.06.2007
Ort: Dinslaken
Beiträge: 498
Hallo Teletrabi!

Zitat:
Zitat von Teletrabi
Wie wär's mit der dritten Variante - NYM-J direkt in der Wand?

Oder Nummer vier - NYM-J in betontauglichem Flexrohr im Boden?

Variante fünf: Flexrohr mit Einzeladern.

Standard dürfte wohl NYM in Wand sein. Oder ggf. als NYY oder NYM mit Rohr im Beton, wenn man denn da während der Errichtungsphase schon rumwerkeln kann und sich das Wände schlitzen sparen will.

Wände senkrecht werden geschlitzt und die Leitungen dementsprechend verlegt. Da waagerechte Schlitze nicht gestattet sind, bleibt also nur noch der Weg über den fertigen Beton!

Gruß
Martin
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  #4  
Alt 21.07.2008, 17:26
Benutzerbild von Elt-Onkel
Elt-Onkel Elt-Onkel ist offline
Starkstrom
 
Registriert seit: 25.03.2004
Beiträge: 3.141
Hallo,

also, Beton schlitzen ist eine ganz schlechte Idee.

Dann geht im Schlitz die Betondeckung der Bewehrung verloren.
Daraus folgt der Luftkohlensäure Angriff auf die Bewehrung und
langfristig hat man eine rostende Bewehrung.

Nach meiner Erinnerung ist es unzulässig NYM einzubetonieren.

Da ist dann NYY erforderlich.

Ich empfehle ein großzügiges Leerrohrsystem (ab PG 16) mit
Kaiser-Beton-Dosen.

...
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  #5  
Alt 21.07.2008, 17:53
Benutzerbild von Lightyear
Lightyear Lightyear ist offline
selbst und ständig
 
Registriert seit: 10.06.2007
Ort: Nürnberg
Beiträge: 1.927
NYM darf natürlich einbetoniert werden, sofern entweder ein entsprechend starkes Schutzrohr darübergeschoben ist , oder aber der Beton keinem Rüttel-, Schütt-, oder Stampfprozess unterzogen wird.

Ich verlege in solchen Fällen zumeist NYM im Schutzrohr, alleine schon wegen des mechanischen Schutzes zwischen Verlegung und Beton- / Estrichüberdeckung. Ein NYY direkt auf dem Fussboden wäre mir zu riskant, wenn da auch noch andere Gewerke zu Gange sind.
Und wenn man die Rohre mit passendem Beigeradius verlegt, dann ist ggf. sogar mal ein späterer Leitungsaustasuch möglich, ohne den Boden aufklopfen zu müssen. Die Wand (in der die Leitung von mir normalerweise ohne Schutzrohr verlegt wird) lässt sich eben doch zumeist leichter öffnen, als der Fussboden.
__________________
Gruß aus Nürnberg,


Lightyear


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Alle Tipps ohne jegliche Gewähr, die Einhaltung aller Vorschriften obliegt dem Ausführenden!
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  #6  
Alt 21.07.2008, 17:54
Teletrabi Teletrabi ist offline
Starkstrom
 
Registriert seit: 10.02.2004
Beiträge: 3.351
> Nach meiner Erinnerung ist es unzulässig NYM einzubetonieren.
>
> Da ist dann NYY erforderlich.

AFAIK bei mechansicher Verdichtung des Betons.


> also, Beton schlitzen ist eine ganz schlechte Idee.

kann man ja wieder mit beton/zement verfüllen. Da würd ich eher Bedenken hinsichtlich des Schlitzaufwands und Dauerbelastbarkeit der Fräse haben.

> Wände senkrecht werden geschlitzt und die Leitungen dementsprechend
> verlegt. Da waagerechte Schlitze nicht gestattet sind, bleibt also nur
> noch der Weg über den fertigen Beton!

Oder vor dem Betonieren oder auf dem Beton in einer Trockenestrich-Bodenkonstruktion oder passende, schlitzbare Wandstärken...
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  #7  
Alt 21.07.2008, 22:27
Olaf S-H Olaf S-H ist offline
.
 
Registriert seit: 10.01.2005
Beiträge: 8.860
Zitat:
Zitat von zebra-ma
... Da waagerechte Schlitze nicht gestattet sind, ...

Moin zebra-ma,

das stand so nicht in der Frage.

Die DIN 18015-3:2007-09 definiert die Installationszonen auch auf dem Fußboden. Da sich diese Installationszonen im "Verkehrsbereich" des Baustellenbetriebes befinden, sind die Kabel oder Leitungen entsprechend VDE 0100-520:2003-06, 522.6 zu schützen. Folglich ist es relativ egal, ob Matelleitung NYM oder Erdkabel NYY verwendet wird.

Gruß Olaf
__________________
Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, DGUV-Vorschriften, TRBS, NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, ProdSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden.



Für elektrotechnische Laien gilt: Dieser Beitrag erläutert die technischen Zusammenhänge. Die Umsetzung obliegt den konzessionierten Fachbetrieben (§13(2) NAV).
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  #8  
Alt 22.07.2008, 09:30
Benutzerbild von Elt-Onkel
Elt-Onkel Elt-Onkel ist offline
Starkstrom
 
Registriert seit: 25.03.2004
Beiträge: 3.141
Hallo,

Beton kann man nur 'schütten'.

Zwar gibt es heute SVB (selbstverdichtender Beton), aber i.d.R. wird
'normaler Beton' eingebaut, den man natürlich verdichten muß.

Das Zuspachteln von Schlitzen ist kein Korrosionsschutz i.S. von
Betondeckung.

...
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  #9  
Alt 23.07.2008, 07:41
Benutzerbild von Appenzel
Appenzel Appenzel ist offline
ISO-Norm Entsprechend
 
Registriert seit: 28.03.2008
Ort: In der Schweiz im schönen Appenzellerland
Beiträge: 93
Hallo Zusammen

Habe die Diskusion mit verfolgt.

Bei uns in der Schweiz werden die Leitungen grundsätzlich sauber in die Rohre eingezogen.
Die Normen beziehen sich in diesem Fall auf die Auswechselbarkeit.

Vorteil:
In vielen der gut 30 bis 40 jährigen Installationen sind die PVC- Isolation der Installationen nichts mehr wert. Sie verfallen bei bolsen ansehen. Was übrig bleibt ist der blanke CU. Draht.
Das zweite übel sind die diversen Benutzer der Anlage. Sie schneiden bei jedem neu Anschluss die Leiter ein wenig weiter zurück bis nur noch zwei kleine "Stümmeli" zum vorschein kommen auf welchen man kaum noch eine Klemme montieren kann.
In den Fällen können ohne grosse Aufwände die Leiter ersetzt werden.
Also kein Maurer, kein Maler und der Installateur kann dies mit einem sehr kleine Zeit und Geldaufwand erledigen.

Mein Fazit. Die Kosten beim Neubau sind für eine sauberer Rohranlage klein. Der Service und Unterhalt um ein vielfaches günstiger.

Würde dem Kunden die Vor- und Nachteil der Installationsarten darlegen. Viele von Ihnen entscheiden sich danach für Rohre.

Gruss Daniel
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  #10  
Alt 23.07.2008, 22:32
Benutzerbild von cyclist
cyclist cyclist ist offline
Bionische Stromerzeugung
 
Registriert seit: 23.11.2005
Ort: Ruhrpott, tief im Westen...
Beiträge: 1.772
Hallo Daniel!
Zitat:
Viele von Ihnen entscheiden sich danach für Rohre.
Das ist hier in D kaum noch üblich! Hier in unserer Region wird praktisch gar nicht mehr in Rohr verlegt (bezogen auf die Austauschbarkeit der Leitungen, sowie auf den 230/400V-Bereich). In Ost-Westfalen hingegen ist es noch völlig üblich bei der Wohnungsinstallation - die nicht am unteren Rand der Normen (Marke superschnell & billig) ausgeführt wird - die Leitungen in Rohr (austauschbar) zu verlegen, sowie in Abzweigdosen zu verdrahten (hier überwiegend in Schalterabzweigdosen).
__________________
Ciao + Gruss
Markus
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