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  #1  
Alt 04.01.2017, 22:28
Duncan70 Duncan70 ist offline
Theoretiker
 
Registriert seit: 03.01.2017
Ort: Neigschmeckter im Ländle
Beiträge: 6
Beitrag Nachrüstung Brandschutzschalter

Hallo zusammen,

zum Thema Brandschutzschalter habe ich bisher viele kritische Diskussionen verfolgt, die sich überwiegend mit der Normungsentscheidung und der kleinen Anbieterzahl beschäftigt haben.

Ich bin selbst inzwischen soweit, dass ich einen Brandschutzschalter in meiner Hausinstallation haben möchte - unabhängig von dem was in der Norm vorgeschrieben ist. Ich denke dabei vor allem an Kinderzimmer und evtl. die Küche (würden Defekte z.B. In Toaster oder Kaffeeautomat erkannt??).

Welches Produkt ist aber für die Nachrüstung gut geeignet?

Mit Siemens oder Eaton-Produkten scheint sich in der 40A-Version ein Ein-Phasen-FI gut austauschen zu lassen - leider habe ich nur Drei-Phasen-FI und ich scheue das Gedöns die N-Leiter alle aufteilen zu müssen (ausserdem ist der Platzmehrbedarf erheblich).

Mit Siemens und Hager wiederum scheint man gut einen LSS ersetzen zu können. Hier habe ich aber dann gesehen, dass auch hier der N-Leiter durch den kombinierten LSS/Brandschutzschalter durchgeschliffen werden muss. Stimmt das wirklich? Das Funktionsprinzip scheint ja eine Überwachung des Phasenstromes auf bestimmte Frequenzanteile zu sein, dafür wäre ein N-Eingang zur Versorgung der Elektronik und Spannungsüberwachung ja eigentlich ausreichend.

Habe ich irgendwas übersehen, gibt es sonst Ideen zur minimalinvasiven Nachrüstung?
Schön wäre ja entweder ein kombinierter B16/Brandschutzschalter mit 1TE (ohne N-Durchschleifen) oder die Kombination in Originalgröße in einem 3-Phasen-FI (gerne dann gleich Typ B weil Elektronik sowieso vorhanden).

Viele Grüße
Duncan
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  #2  
Alt 05.01.2017, 06:24
Olaf S-H Olaf S-H ist offline
.
 
Registriert seit: 10.01.2005
Beiträge: 11.543
Moin Duncan,

den AFDD gibt es bisher nur einphasig. Da wirst Du um das Umbauenlassen der Verteilung nicht herumkommen.

Gruß Olaf
__________________
Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, DGUV, TRBS, NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, ProdSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden.

Für elektrotechnische Laien gilt: Dieser Beitrag erläutert die technischen Zusammenhänge. Die Umsetzung obliegt den konzessionierten Fachbetrieben (§13(2)NAV).

"Wer eine Handlung begeht, der übernimmt auch alle daraus folgende Pflichten." §33 I-3 prALR 1794
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  #3  
Alt 05.01.2017, 06:56
Benutzerbild von Oberwelle
Oberwelle Oberwelle ist offline
Nie Auslernender
 
Registriert seit: 04.04.2005
Beiträge: 8.729
Moin..

Zitat:
..(würden Defekte z.B. In Toaster oder Kaffeeautomat erkannt??)...

ein Defekt wie "Thermostat defekt > Überhitzung" oder Krümel im Toaster entzünden sich, oder schaltet sich nicht mehr ab".. ?

nein

Der Name "Brandschutzschalter" ist sehr Werbewirksam und nicht Funktionsbedingt gewählt.
Dazu gab es hier im Forum schon einige Beiträge.


Gruß OW
__________________
.
Ich kann über die Richtigkeit / Vollständigkeit meiner Angaben keine Gewähr übernehmen. Immer alle Vorschriften beachten !
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  #4  
Alt 05.01.2017, 09:29
meisterglücklich meisterglücklich ist offline
Sicherheitsexperte
 
Registriert seit: 26.07.2006
Ort: Berlin
Beiträge: 1.518
Ich habe mich auf der letzten regionalen Fachmesse mit dem Thema näher beschäftigt und den Leuten am Stand Löcherin den Bauch gefragt.
Resumee: Man braucht große Verteilungen, außer man hatte bisher kombinierte FI-LS-Schalter, eine von uns diskutierte Version für größere Ströme oder gar Drehstrom ist auch in Zukunft nicht erhältlich, man muß sich also mit der Absicherung der Endstromkreise befassen.
Das ganze ist aber nicht nur aus Marketinggründen, um viele der Einphasenschalter zu verkaufen, im Fachgespräch wurde deutlich, daß die Überwachung von Drehstromkreisen eine erhebliche Herausforderung wäre, die aktuell nicht zu leisten ist, wenn man das bisherige Konzept des "Rauschens" auf der Leitung auswertet, weil sich im Drehstromnetz bekanntlich Ströme gegenseitig vektoriell addieren und man auf dem Neutralleiter reichlich Schweinkram bekommt, der sich nicht wie bisher zuverlässig genug auswerten ließe. Dazu kämen noch Effekte bei mehrfachen Lichtbögen (also innerhalb des Drehstromkreises).
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  #5  
Alt 05.01.2017, 11:44
Benutzerbild von NZ-Tafel
NZ-Tafel NZ-Tafel ist offline
Geerdeter
 
Registriert seit: 06.02.2016
Beiträge: 365
Meine ehrliche Meinung, sofern die Anlage noch relativ neu ist und es keine unbekannte, möglicherweise schlechten Klemmstellen gibt:

Lass es sein!

Der Brandschutzschalter kann Fehler abschalten, welche auf eine alte und schlechte Elektroanlage mit losen Klemmstellen oder ausgeleierten Kontakten zurückzuführen sind.
Auch kann er lose Kontakte und die aufgrund dessen erfolgende Funkenbildung in modernen Geräten erkennen. Allerdings nur, bis ein Trafo oder Schaltnetzteil zwischen dem Netz und dem Fehler ist

Überhitze Geräte, die vergessene Pfanne auf dem Herd oder ein defektes Thermostat kann der Schalter dagegen nicht erkennen...
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  #6  
Alt 05.01.2017, 13:57
Duncan70 Duncan70 ist offline
Theoretiker
 
Registriert seit: 03.01.2017
Ort: Neigschmeckter im Ländle
Beiträge: 6
Wie sieht es denn um die Erkennung eines Fehlers in der Vielzahl von Mini-Schaltnetzteilen aus, die heute mit teils fragwürdiger Qualität im Einsatz sind?
Ich denke da an das Versagen eines MLCC mit anschliessendem Durchbruzzeln (das erkennbar sein müsste) oder den Isolationsbruch eines Mini-Trafo. Oder nicht ausreichende Isolationsabstände ...
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  #7  
Alt 05.01.2017, 15:31
Etrick Etrick ist offline
Halbleiter
 
Registriert seit: 03.08.2007
Beiträge: 1.121
Solche zwielichtigen Netzteile benutzt man halt nicht. Ein UL Zeichen, evtl. auch nur GS (GS wird manchmal gefälscht) erhöht die Chance, dass bei Defekten kein Großschaden entsteht.
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  #8  
Alt 05.01.2017, 16:44
mmf07 mmf07 ist offline
Null-Leiter
 
Registriert seit: 24.09.2016
Beiträge: 31
Nur Steckdosenstromkreise

Hallo und frohes neues Jahr,

ich plane gerade die Sanierung meines Altbau und ich habe auch über die Brandschutzschalter nachgedacht. Fazit, ich werde meine 4 reinen Steckdosenstromkreise damit ausrüsten, da diese sich verzweigen und evtl. mal eine Steckdosenleiste angeschlossen wird.

Für alle anderen Stromkreise (Licht, div. Geräte, etc.) sehe ich den Sinn nicht so sehr.

Gruss
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  #9  
Alt 05.01.2017, 22:11
Olaf S-H Olaf S-H ist offline
.
 
Registriert seit: 10.01.2005
Beiträge: 11.543
Moin mmf07,

dann guck mal genau in den Abschnitt 421.7 der VDE 0100-420.

Auch die Beleuchtungsstromkreise können Fehler aufweisen.

Gruß Olaf
__________________
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  #10  
Alt 05.01.2017, 22:59
Funker Funker ist offline
Dauerbrenner
 
Registriert seit: 23.04.2015
Beiträge: 695
Zitat:
Zitat von mmf07
Hallo und frohes neues Jahr,

ich plane gerade die Sanierung meines Altbau und ich habe auch über die Brandschutzschalter nachgedacht. Fazit, ich werde meine 4 reinen Steckdosenstromkreise damit ausrüsten, da diese sich verzweigen und evtl. mal eine Steckdosenleiste angeschlossen wird.

Für alle anderen Stromkreise (Licht, div. Geräte, etc.) sehe ich den Sinn nicht so sehr.

Gruss

Da das bei dem benannten Objekt keine Pflicht ist, würde ich unter
- Berufung auf die Verlautbarung der DKE vom August und
- dem gehörten vom Normenbeauftragten des ZVEH am 08.11.2016 in DD
- als auch aus gesundem Menschenverstand lieber über
LSRCD / LSFI =< 30 mA für jeden Endstromkreis nachdenken und nur
gegebenenfalls die UV etwas größer bauen um gegebenenfalls, falls doch
einmal ein Zimmer altersgerechter Wohnraum wird nachrüsten zu können,
wenn die AFDD dann das Preisniveau der USA ca. 35 $ oder weniger oder
erreichen die Firma mit dem S am Anfang und S am Ende den
patentierten mobilen AFDD als Nachrüstsatz zum Einstecken in die
Steckdose produziert, oder andere das tun, wenn das Patent abgelaufen
ist.
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