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  #1  
Alt 20.10.2016, 09:57
Olaf S-H Olaf S-H ist offline
.
 
Registriert seit: 10.01.2005
Beiträge: 11.480
E-Mobilität - Ladesäulenpflicht

Moin zusammen,

ich bin auf zwei interessante Artikel gestoßen:

https://www.elektropraktiker.de/nach...e-ladestation/

https://www.elektropraktiker.de/nach...inzip-ja-aber/

Es ist schon interessant, welche Wege beschritten werden, um die E-Fahrzeuge an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Sicherlich sind Elektrofahrzeuge eine mögliche Alternative zur erdölverbrennenden Kraftmaschine. Es sollte aber auch die Varianten Brennstoffzelle und Wasserstoff-Verbrennungskraftmaschine nicht vergessen werden.

Die in den Artikeln vorgesehene Ladesäulenpflicht zieht auch noch ganz andere Themen hinter sich her. Nehmen wir da mal die verkehrsberuhigten Bereiche (sog. Spielstraßen). Dort ist parken nur in den gekennzeichneten Flächen erlaubt. Folglich müssen dort wesentlich mehr Flächen gekennzeichnet werden, wenn vor jedem Grundstück ein Ladesäulenparkplatz geschaffen werden muss. Da werden die Stadtplaner auch noch ihren Spaß mit haben.

Gruß Olaf

PS: Dies ist ein elektrotechnisches Fachforum. Wenn jetzt hier eine politische Diskussion zum Thema E-Mobilität angezettelt wird, hole ich ganz schnell den Moderatorenbesen raus.
__________________
Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, DGUV, TRBS, NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, ProdSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden.

Für elektrotechnische Laien gilt: Dieser Beitrag erläutert die technischen Zusammenhänge. Die Umsetzung obliegt den konzessionierten Fachbetrieben (§13(2)NAV).

"Wer eine Handlung begeht, der übernimmt auch alle daraus folgende Pflichten." §33 I-3 prALR 1794
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  #2  
Alt 20.10.2016, 10:11
Benutzerbild von Willi S
Willi S Willi S ist gerade online
Unter Strom
 
Registriert seit: 16.10.2007
Ort: Bottrop-Kirchhellen, Ruhrgebiet
Beiträge: 959
Zitat:
Zitat von Olaf S-H
Da werden die Stadtplaner auch noch ihren Spaß mit haben.

Und die Energieversorger. Ich frage mich schon lange, wo der Saft herkommen soll, wenn alle ein E-Auto haben und vor jedem 3. Haus mindestens eins geladen wird, nachts vermutlich vor fast jedem.
__________________
Grüße aus Kirchhellen Wetter

Willi

Geändert von Willi S (20.10.2016 um 11:40 Uhr).
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  #3  
Alt 20.10.2016, 10:56
Benutzerbild von Lightyear
Lightyear Lightyear ist offline
selbst und ständig
 
Registriert seit: 10.06.2007
Ort: Nürnberg
Beiträge: 3.195
Ich hatte gerade den Fall, dass in einer von mir betreuten Wohnanlage mit Tiefgarage (gut 40 Stellplätze) das Thema Ladestationen wieder auf den Tisch kam (Mieteranfragen diesbezüglich häufen sich aktuell).
Kurze Rückfrage beim VNB: drei Ladestationen gehen, evtl. vier, aber keinesfalls 40.
Auch gegen Geld ist eine Verstärkung des Hausanschlusses (aktuell 200A) nicht möglich, da weder die Leitungen in der Staße, noch die Trafostation das leistungsmäßig hergäbe...
Auch für ein Einfamilienhaus, welches sich gerade in der Kernsanierung befindet, wurde mir der Plan, eine Ladestation wenigstens vorzusehen, vereitelt.
Dort liegt in der Straße ein 4x25mm² von 1965, das schon an der Kotzgrenze läuft, während es rund 25 Haushalte versorgt. Die Planmäßige Erneuerung der Leitung ist für 2025 vorgesehen, Hausanschlüsse werden dort aktuell nur mit 25A genehmigt...
Da es sich dort auch noch um eine nicht allzu breite Straße handelt, ist das Parken an der Straße/ auf dem Bürgersteig sowieso untersagt (Feuerwehranfahrtszone)...

Hier müssen noch seeeeehr viele bürokratische und technische Hemmnisse bewältigt werden, bevor von einer annähernd flächendeckenden Ladeinfrastruktur auch nur ansatzweise gesrprochen werden kann.
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Gruß aus Nürnberg,


Lightyear


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  #4  
Alt 20.10.2016, 11:29
Benutzerbild von Willi S
Willi S Willi S ist gerade online
Unter Strom
 
Registriert seit: 16.10.2007
Ort: Bottrop-Kirchhellen, Ruhrgebiet
Beiträge: 959
Eigentlich ganz einfach: Jeder stellt sich einen Dieselgenerator in den Keller.
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Grüße aus Kirchhellen Wetter

Willi
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  #5  
Alt 20.10.2016, 12:46
IH-Elektriker IH-Elektriker ist offline
Halbleiter
 
Registriert seit: 09.01.2013
Beiträge: 1.005
Ich kenne die Antwort unserer (EU-) Politiker auf die Frage wie dieses Problem technisch gelöst werden soll – die werden einfach die Industrie auffordern endlich stromsparende und energetisch optimierte Ladesäulen zu bauen !!!!

Ich sehe bei der ganze Elektromobilitätsdiskussion genau wie viele andere auch ein Problem in der Infrastruktur – bei dem Wort Infrastruktur denkt der normale Durchschnittspolitiker allerdings an Straßen und sowas, nicht aber an die Stromleitungen unter der Erde. Hier muss absolut massiv aufgerüstet werden da fast nirgends eine entsprechende Reserve vorhanden ist. Es funktioniert einfach nicht das jeder 3.te oder 4.te Haushalt in den nächsten 10 Jahren auf ein Elektrofahrzeug umsteigt. Die Lade-Infrasturktur fehlt, auch wenn die EU noch so viele Vorschriften machen wird. Für die EU-Politiker ist das ganz einfach – so ne Ladesteckdose ist doch eh nix anderes wie ne anders aussehende Steckdose in einer Wohnung, nur eben in einer Säule und an der Straße – wo liegt also das Problem….? In den Augen einiger Politiker wird es schlicht kein Problem geben.

Und selbst wenn wir das Problem der elektrischen Infrastruktur in den Griff bekommen – irgendwo muss der Strom ja herkommen den die ganzen Elektrofahrzeuge benötigen. Wir wollen aber Strom sparen um klassische Kraftwerke rückbauen zu können, die Energiewende zu vollziehen (die ja nicht mal so verkehrt ist….) – die massentaugliche Elektromobilität sabotiert aber eigentlich die Energiewende

So viel Sonne kann gar nicht scheinen und so viel Wind nicht wehen das wir die elektrische Energie welche die Elektromobilität benötigt nur rein komplett und zusätzlich aus regenerativen Energien kommen kann….

Für bestimmte Bereiche ist die Elektromobilität sicherlich eine Lösung, aber eben nicht um den Verbrenner als Antriebsquelle gänzlich zu ersetzen (…so wie sich das aktuell einige Politiker vorstellen) !
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  #6  
Alt 20.10.2016, 13:03
ThomasR ThomasR ist offline
Dauerbrenner
 
Registriert seit: 27.03.2005
Ort: Nideggen
Beiträge: 522
Wenn selbst die ENV pennen?

Trotz rechtzeitiger Eingabe wurde bei der Planung des neuen Braunkohlenumsiedlungsortes Kerpen-Manheim von der Stadt keine entsprechende Infrastruktur vorgesehen.
Man hat selbst für die Straßenbeleuchtung wieder nur einfaches NYY verbuddelt, statt wenigstens Leerrohre vorzusehen. Und der Witz ist, daß bis heute die Straßenbeleuchtung noch über Freileitung an Holzmasten erfolgt, da noch nicht alle Grundstücke bebaut sind.

Wenn dann irgendwann die Bebauung "fertig" ist, holt man die 2011 verbuddelten NYY 5x4mm² wieder raus.

Das wäre die Chance gewesen!! Selbst der Geldgeber RWE hat da ganz offensichtlich gepennt.

Sarkasmus ein: da steht nur etwas von Ladesäule errichten. Da steht nichts über die Verfügbarkeit. Also steht die Straße dann voller Säulen, bei denen eine Zu/Abschaltung im Minutentakt reihum erfolgt.
Sarkasmus aus.
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  #7  
Alt 20.10.2016, 13:04
Benutzerbild von Lightyear
Lightyear Lightyear ist offline
selbst und ständig
 
Registriert seit: 10.06.2007
Ort: Nürnberg
Beiträge: 3.195
Zitat:
Zitat von Willi S
Jeder stellt sich einen Dieselgenerator in den Keller.

Braucht man ja gar nicht, wenn man z.B. zukünftige Elektroautos zwingend mit einer Anhängerkupplung ausstatten würde, dann könnte man sein Dieselaggregat ja auf dem Hänger mitführen. Die Autos wüden leichter und das Theater mit den Antriebsbatterien könnte man sich auch sparen...
Und ich käm' endlich bilig an ein E-Auto, diverse Aggregateanhänger stehen mir ja schon jetzt zur Verfügung...
Denk' doch mal um'me Ecke, Jung'...
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Gruß aus Nürnberg,


Lightyear


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  #8  
Alt 20.10.2016, 13:24
Benutzerbild von didy
didy didy ist offline
Halbleiter
 
Registriert seit: 14.04.2005
Beiträge: 1.374
Zitat:
Zitat von Lightyear
Auch für ein Einfamilienhaus, welches sich gerade in der Kernsanierung befindet, wurde mir der Plan, eine Ladestation wenigstens vorzusehen, vereitelt.
Dort liegt in der Straße ein 4x25mm² von 1965, das schon an der Kotzgrenze läuft, während es rund 25 Haushalte versorgt. Die Planmäßige Erneuerung der Leitung ist für 2025 vorgesehen, Hausanschlüsse werden dort aktuell nur mit 25A genehmigt...
Vorsehen im Sinne von eine entsprechende Leitung oder Leerrohr zu legen fände ich trotzdem sinnvoll. Auch wenn man das erst ab 2025 nutzen könnte, aber man wird ja in 9 Jahren nicht schon wieder kernsanieren wollen.

Ansonsten bin ich überzeugt, dass für Elektroautos ein "richtiges" Smart Grid unumgänglich sein wird. Wenn alle Pendler um 18 Uhr heimkommen und ihr Auto sofort mit voller Leistung laden, und dann um 22 Uhr fertig sein, wird das auch mit ausgebauter Infrasturktur nie funktonieren.
Meiner Ansicht müsste man im Auto einstellen können "bis morgen früh um 7 Uhr für mindestens x Kilometer Reichweite geladen". Bzw. als Wochenplan permanent eingestellt. Wann die Ladung genau erfolgt, macht dann das Auto mit dem Stromnetz aus, sodass sich alle Ladungen gleichmäßig über die Nacht verteilen.
Dazu dann Ladestellen an den Firmenparkplätzen, sodass die Autos auch tagsüber angesteckt sind. Dann sind die Akkus ca. 22h am Tag am Stromnetz, und können immer dann geladen werden, wenn viel Wind weht oder viel Sonne scheint. Das ist dann die ideale Ergänzung zu den erneuerbaren Energien.


(Ansonsten mag ich den Begriff Elektromobilität nicht, wenn man damit immer nur Elektroautos meint. Elektromobilität haben wir schon seit über 100 Jahren in und zwischen vielen Städten, der Rückleiter in Form von zwei Eisensträngen im Boden, der Hinleiter als Kupferdraht in >4,5m Höhe darüber.)
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  #9  
Alt 20.10.2016, 13:29
Benutzerbild von didy
didy didy ist offline
Halbleiter
 
Registriert seit: 14.04.2005
Beiträge: 1.374
Zitat:
Zitat von ThomasR
Trotz rechtzeitiger Eingabe wurde bei der Planung des neuen Braunkohlenumsiedlungsortes Kerpen-Manheim von der Stadt keine entsprechende Infrastruktur vorgesehen.
Das ist wie mit Glasfaser.
In meinem Heimatdorf wird grad mit viel Geld die Hauptstraße saniert und aufgehübscht, breitere und gepflasterte Gehwege, Fußgängerinseln als Querungshilfen....
Leerrohre für Glasfaser? Fehlanzeige.
Ebenso im Neubaugebiet das vor ca. 2-3 Jahren begonnen wurde.
(Anscheinend denkt man in der Verwaltung inzwischen über Glasfaser nach. Es bleibt also abzusehen, dass man die frisch gepflasterten Gehwege innerhalb der nächsten 10 Jahre wieder aufgräbt...)

Aber warum man auch bei fehlender Bebauung die Straßenlampen nicht gleich über die schon verlegten Erdkabel versorgt sondern über Freileitung, erschließt sich mir nicht...?
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  #10  
Alt 20.10.2016, 16:27
Benutzerbild von cyclist
cyclist cyclist ist offline
Bionische Stromerzeugung
 
Registriert seit: 23.11.2005
Ort: Ruhrpott, tief im Westen u. OWL
Beiträge: 2.189
Hallo Olaf,
naja, auch wenn die Möglichkeit besteht, so eine Ladesäule zu installieren, so kommt dann gleich das nächste Problem... Sprich, wie prüft und installiert man so ein Ding fachgerecht?
Mal so ein paar Stichworte...
- RCD Typ B in der Ladesäule, Anschluss irgendwo im Haus nach einem RCD Typ A...
- Wer hat da schon mal mit einem RCD Typ EV zu tun gehabt?
- Prüfung aller Zustände mit einem spezifischen Adapter am Ladesäulenanschluss...
- Von so Dingen, wie eigene Zählerverteilung usw., ZV nach den neuen AR-Regeln, ganz zu schweigen...

__________________
Ciao + Gruss
Markus
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