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  #1  
Alt 07.07.2005, 17:42
susan
 
Beiträge: n/a
Wie lang darf ein Herdkabel max. sein?

Hallo zusammen,

bitte nicht lachen, aber hier kommt meine (für euch Profis) wahrscheinlich ziemlich banale Frage. Ich habe gehört, dass ein Herdzuleitungskabel eine bestimmte Länge nicht überschreiten darf. Kann mir jemand sagen, wie lang das Kabel maximal sein darf?

Danke!
Susan
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  #2  
Alt 07.07.2005, 18:08
Benutzerbild von Alois
Alois Alois ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 28.07.2004
Ort: Hessen GG
Beiträge: 10.693
Hallo susan,

erst mal willkommen im Forum.

Wie lange soll denn die Leitung werden? Du hast bestimmt einen konkreten Fall vor Augen.

Man müsste auch wissen, wie lange die Leitung vom Verteilerkasten bis zur Herdanschlussdose ist und welchen Querschnitt diese Leitung hat.

Außerdem wäre es wichtig die Leistung des Herdes zu wissen und ob Du einen Drehstromzähler, oder einen Wechselstromzähler hast.

Wenn Du mit den Begriffen nichts anfangen kannst, frag nach!


Gruß

Karl
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http://from-science-to-art.eu
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  #3  
Alt 07.07.2005, 18:47
Benutzerbild von Jeff1
Jeff1 Jeff1 ist offline
Neu-Single
 
Registriert seit: 22.06.2004
Beiträge: 1.495
Willkommen im Forum Susan,

ich möchte meine Auffassung schon unabhängig von der Beantwortung kund tun:

Ein Elektroherd ist Bestandteil der Ortsfesten elektrischen Installation. Die flexibele Einspeisung hat weniger etwas mit einer Ortsveränderung im Betrieb zu tun, vielmehr soll hier einem Elektriker die Möglichkeit gegeben werden, das Gerät auf der Rückseite anzuschließen ohne sich dabei "in eine Maus verwandeln" zu müssen.

Klare Antwort: Der Herd muss aus der Küchenzeile herausgerückt werden können und u.U. noch eine viertel Drehung mit machen können. Dabei soll ein Teil der Leitung noch den Boden berühren können. Viel mehr nicht.

Das ganze steht so direkt in keiner Norm. Es lässt sich aber mit allgemeinen Bedingungen in Normentexten begründen (bei Bedarf helfen Dir unsere Normen-Experten sicher gerne).

Gruss Jeff
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  #4  
Alt 07.07.2005, 20:42
GET GET ist offline
Spannungstester
 
Registriert seit: 04.04.2005
Beiträge: 122
Hallo,

würde sagen das sich das ganze nach den max. zulässigen 3% Spannungsfall zwischen Zähleinrichtung und Endgerät richtet.

BSP:

Ein Herd ist mit LS-Schalter 3xB16A abgesichert und mit NYM-J 5x2,5mm² bis zur Herdanschlussdose eingespeist. Die max. Länge OHNE Heranschlussleitung würde

A=1,73 x 60m x 16A x 1 / 56m/Ohm x mm² x 12V = 2,47mm²

60m betragen!!!

(Die Strombelastbarkeit,Häufunf und Verlegeart unberücksichtigt!!!)

Im Normalfall ist die Zuleitung des Herdes nicht länger als 30m (kann natürlich abweichen!!!) in so einem Fall könnte die Herdanschlußleitung ebenfalls 30m lang sein.

Dies ist eine Betrachtung durch Berechnung!!! Festgelegte Werte hierfür gibt es nicht!!! Der gesunde Sachverstand kann da nur weiterhelfen.

Die obige Ausführung ist Rechnerisch korekt, aber ich will dies hiermit NICHT empfehlen!!!

Gruß GET

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  #5  
Alt 07.07.2005, 22:08
Olaf S-H Olaf S-H ist offline
.
 
Registriert seit: 11.01.2005
Beiträge: 9.078
Moinmoin Susan,

bei der Berechnung einer Leitungslänge müssen mehrere Faktoren berücksichtigt werden. Es ist dabei egal, ob ein Teil des Leitungsweges mit einer flexiblen Leitung realisiert wird.

Wichtig sind Angaben zur Leistung des Gerätes, Absicherung, Leitungslänge, Leitungsverlegeart, Leitungsquerschnitt, zulässiger Spannungsfall. Durch eine Erhöhung des Querschnittes kann die zulässige Leitungslänge erhöht werden. Sollte der bis zur Herdanschlußdose verlegte Leitungsquerschnitt zu groß für die Anschlußklemmen des Gerätes sein, so kann man die flexible Anschlußleitung mit einem kleineren Querschnitt auslegen. Allerdings muß dann die Leitungsberechnung mit zwei Teillängen unterschiedlichen Querschnittes erfolgen. Auf keinen Fall darf der Leitungsquerschnitt bei der Verjüngung unterhalb der zulässigen Strombelastbarkeit gewählt werden.

Hast Du konkrete Angaben?

Gruß Olaf
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Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, DGUV-Vorschriften, TRBS, NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, ProdSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden.



Für elektrotechnische Laien gilt: Dieser Beitrag erläutert die technischen Zusammenhänge. Die Umsetzung obliegt den konzessionierten Fachbetrieben (§13(2) NAV).
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  #6  
Alt 08.07.2005, 10:14
Benutzerbild von Alois
Alois Alois ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 28.07.2004
Ort: Hessen GG
Beiträge: 10.693
Hallo susan,

Du hast also die Möglichkeit die Leitung (z.B. H05 VV-F 5G2,5 mm² oder H07 RN-F 5G2,5mm²)

lmax = Zul. Länge - tats. Länge

lang zu machen.

Beispiel:

tats. Länge 18 m
Zul. Länge 60 m

lmax = 42 m

Voraussetzung, es ist eine Leitung mit durchgehend 2,5 mm² verlegt und der anzuschliessende Herd hat eine Leistung kleiner 12 kW.

Am sinnvollsten halte ich den Vorschlag von Jeff1


Gruß


Karl
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  #7  
Alt 08.07.2005, 10:47
susan
 
Beiträge: n/a
Morgen Jungs,

erstmal danke für die zahlreichen Antworten. Hab' ja schon vermutet, dass ich's hier mit Vollprofis zu tun habe.... ;-)
Sorry, aber ich habe natürlich noch keine Ahnung, ob Dreh- oder Wechselstrom, welche Leitung/Querschnitt da schon liegt usw. Werde Ende des Monats umziehen und fange gerade an, die Küche dort zu planen. Dabei fiel mir auf, dass ich den Herd wahrscheinliche etliche Meter von der Anschlußdose entfernt aufstellen/einbauen muß und da hat mir jemand gesagt, dass das Kabel eine bestimmte Länge nicht überschreiten darf. Dachte darauf gäbe es dann eine einfache Antwort.
Euren mails entnehme ich, dass ich mich da erstmal noch schlauer machen muß, dass es aber wohl kein großes Problem ist, wenn da ein paar Meter dazwischen liegen, wenn Kabelquerschnitt und Leistung des Herdes stimmen, oder?

Sorry, aber ich bin halt echt Laie, trotzdem nochmal danke für Eure Ratschläge.

Schönen Tag noch!
Susan
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  #8  
Alt 08.07.2005, 11:03
Benutzerbild von Alois
Alois Alois ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 28.07.2004
Ort: Hessen GG
Beiträge: 10.693
Hallo susan,


vielleicht hast Du eine Digitalkamera zur Verfügung. Dann würde ich Dich um folgendes bitten:

1. Mach mal ein Bild vom geöffneten Verteiler (das ist der Kasten mit den Sicherungen (bitte keine Abdeckungen entfernen, nur die ggf. vorhandene Tür öffnen!).

2. Mach ein Bild vom der geöffneten Herdanschlussdose (vorher die Sicherungen für den Herd abschalten/herausnehmen - es können bis zu drei Stück sein- ).

3. Ein Bild vom Zähler

das alles postest Du ins Forum. Bitte die maximale Dateigröße beachten!

Gruß


Karl
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  #9  
Alt 08.07.2005, 17:40
didy didy ist offline
Dauerbrenner
 
Registriert seit: 14.04.2005
Beiträge: 520
Hilfreich wär fürs erste schonmal - Wieviel Sicherungen sind für den Herd vorhanden? Und was steht drauf (vor allem die Stromstärke in Ampere und den Buchstabe davor, also z.B. "B16A", "L16A" o.Ä.)

Wenn du - bei abgeschalteter Sicherung - nen Blick in die Anschlußdose wirfst und noch schaust wie viele Drähte welcher Farbe da sind, wärs auch gut.

Und ne abschätzung, wie weit Herd und Sicherungskasten auseinandersind, also welche ungefähre Länge die Herdleitung hat (gucken welchen Weg sie wohl nehmen wird, entweder in der Decke oder oben an der Wand entlang.

Gruß
Didi
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  #10  
Alt 08.07.2005, 22:46
Olaf S-H Olaf S-H ist offline
.
 
Registriert seit: 11.01.2005
Beiträge: 9.078
Moinmoin Susan,

beachte bitte auch, daß die Herdanschlußdose jederzeit zugänglich sein muß. Manchmal kann man dies nur erreichen, wenn man ein Stück der Rückwand des Schrankes (der sich vor der Herdanschlußdose befindet) aussägt.

Gruß Olaf
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