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  #11  
Alt 05.03.2017, 08:58
Lötauge35 Lötauge35 ist offline
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Beiträge: 636
also, wie soll man denn mit einer 3m Betonkugel Strom speichern...?

wieviel kwh passen wohl in die 3m Kugel??
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  #12  
Alt 07.03.2017, 14:45
ThomasR ThomasR ist offline
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Registriert seit: 27.03.2005
Ort: Nideggen
Beiträge: 522
In der Gegend von Wilhelmshafen gibt es jede Menge künstliche Kavernen in Salzstöcken, die Erdöl speichern (Staatliche Mineralölreserve). Alle paar Jahre müssen neue Kavernen angelegt werden, weil der Kontakt mit dem Spülwasser zu einer ständigen Vergrößerung der Kaverne führt (Salz wird ausgewaschen = Wände werden instabil). Die leeren Kavernen könnte man zusammen mit der nahe gelegenen Nordsee für dieses Speicherprinzip nutzen. Dafür müsste man NUR die leere Kaverne von innen mit Beton auskleiden........

Auch stillgelegte Schachtanlagen hat man schon dafür untersucht. Das scheiterte aber meist an der fehlenden Verfügbarkeit von viel Wasser in der Nähe und einer unschädlichen Rückspeisung.

Die Betonkugeln machen das alles INNERHALB eines Gewässers.
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  #13  
Alt 07.03.2017, 20:17
Benutzerbild von bettmann
bettmann bettmann ist offline
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Registriert seit: 16.02.2007
Ort: Landkreis Tübingen / Mittelfranken / Thüringen
Beiträge: 1.881
Zitat:
Zitat von Lötauge35
also, wie soll man denn mit einer 3m Betonkugel Strom speichern...?
wieviel kwh passen wohl in die 3m Kugel??

Die getestete Größe dient zur Simulation.

Siehe #8 zu den theoretisch möglichen Werten.

Siehe #10 / aus dem FAZ-Beitrag
Zitat:
... Durch den Wasserdruck im tiefen Bodensee fließt Wasser in die hohle Betonkugel und kann dabei eine Turbine antreiben, die wiederum über einen Generator Strom erzeugt. Umgekehrt kann überschüssiger Strom dazu verwendet werden, die Kugel leerzupumpen. ...

bettmann
__________________
Yo, wir schaffen das !!! (Bob der Baumeister)
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  #14  
Alt 09.03.2017, 09:34
Lötauge35 Lötauge35 ist offline
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Registriert seit: 03.03.2007
Beiträge: 636
Sicher ist, dass das Konzept erst ab Wassertiefen von 600 bis 800 Metern im Meer wirtschaftlich anwendbar sein wird“, so Bard. Die Betonkugeln müssten einen Durchmesser von 30 Metern haben. Jede einzelne könnte etwa 20 Megawattstunden Speicherkapazität haben,

20Megawattstunden in einer 30m Kugel?? das ist doch ein Witz...
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  #15  
Alt 10.03.2017, 09:19
ThomasR ThomasR ist offline
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Registriert seit: 27.03.2005
Ort: Nideggen
Beiträge: 522
Hallo Lötauge,

das ist kein Witz! Rein theoretisch (m*g*h) sind das sogar 30MWh. Die angegebenen 20 MWh sind vermutlich schon mit Verlusten gerechnet
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  #16  
Alt 12.03.2017, 07:30
Lötauge35 Lötauge35 ist offline
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Registriert seit: 03.03.2007
Beiträge: 636
hallo Thomas, wie hast du das gerechnet ??
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  #17  
Alt 13.03.2017, 10:42
ThomasR ThomasR ist offline
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Registriert seit: 27.03.2005
Ort: Nideggen
Beiträge: 522
Annahmen: Leere Kugel von 30 m Durchmesser in 800 Metern Tiefe. Die Arbeit, die das einströmende Wasser verrichten kann, berechnet sich dann überschlägig aus Masse x Erdbeschleunigung x Höhe weil das Wasser ja einen Druckausgleich herstellen will.

Das Volumen der Kugel ist etwa 14.000m³, sie kann also 14 Millionen kg Wasser aufnehmen. Erdbeschleunigung ist 9,81 m/s². Die Höhe beträgt 800m (Druckausgleich!)

Das ergibt rein rechnerisch ca. 11GWs oder 30,5 MWh.

Bei einer Wandstärke von etwa 2,5 Meter (Außendurchmesser ~ 35 Meter) würde diese Kugel wegen ihres Eigengewichtes schon nicht mehr aufschwimmen wenn sie leer ist. Ob die 2,5m den Druck aushalten würden, müssen die Betonexperten berechnen. Ist aber überschlägig für moderne Betone kein Problem. Und im Bunkerbau sind 2,5m kein Maß
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  #18  
Alt 14.03.2017, 10:34
ThomasR ThomasR ist offline
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Registriert seit: 27.03.2005
Ort: Nideggen
Beiträge: 522
Anzahl Kugeln für 1 Braunkohlekraftwerksblock

Von meinem Wohnort in der Eifel kann man fast die ganze Kölner Bucht mit allen Braunkohlekraftwerken sehen. In Niederaußem und Neurath stehen die modernsten Blöcke mit je etwa 1.000 MW Nennleistung. Wollte man einen solchen Block vollständig puffern, wären bei einer Nettoenergiespeicherung von 20 MWh pro Kugel schon 50 Stück davon nötig und das auch nur für ein Stunde!

Von wegen 20 MWh sind viel......

Außerdem wäre das vermutlich unwirtschaftlich, weil eine Turbine/Pumpe für 20 MW größer wäre als die Kugel sebst. Solche Speicherszenarien werden über erheblich längere Zeiträume gerechnet werden müssen und/oder mit sehr vielen Speichern/Kugeln.

Beispiel Walchenseekraftwerk mit alter Technik: eine Francisturbine dort setzt etwa 12m³/s durch und erzeugt ca. 18MW. Diese würde also den Speicher in 1.200s füllen und dabei nur knapp 6 MWh liefern. Die Fallhöhe beträgt dort aber nur ca. 200 m. Also alles mit 4 multipliziert ergibt ~ 24MWh. Passt.
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