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  #1  
Alt 03.08.2017, 12:32
ThomasR ThomasR ist offline
Dauerbrenner
 
Registriert seit: 27.03.2005
Ort: Nideggen
Beiträge: 573
Umschaltung von Ladesäulen; Lastabwurfrelais für 125A

Unsere Überlegungen für die Errichtung von E-Fahrzeugladepunkten auf dem Mitarbeiterparkplatz beziehen nun auch unsere Terra 53 CJG Ladesäule ein. Diese benötigt normalerweise einen 125A Anschluß, kann aber bei geringerer Abgabeleistung auch auf 63A "reduziert" werden. Deshalb steht sie auf einer Palette und wird den Prototypenfahrzeugen auf dem Werksgelände hinterhergefahren

Statt jetzt in einer dunklen Ecke der Laborhalle geparkt zu stehen, soll sie vor dem Verwaltungsgebäude neben den ca. 10 geplanten 22kW Ladesäulen platziert werden. Allerdings wäre die Versorgung BEIDER Systeme an einem Strang gleichzeitig kaum möglich.

Also suche ich ein einfaches Konzept für die Abschaltung der kleinen Ladepunkte bei Verwendung der großen Ladestation (diese ist immer nur kurz in Betrieb, ca. 30 Minuten). Mir fällt dabei immer das bekannte DLH Lastabwurfrelais ein. Allerdings müsste das 125A im Sensorpfad "können", gibt es so etwas?

Natürlich könnte man den 125A Stecker mit Pilotkontakten verwenden und damit über Schütz abschalten lassen. Ich fürchte jedoch, daß der Stecker aus Bequemlichkeitsgründen recht häufig vergessen wird. Das Ganze muß laienbedienbar sein!

Geändert von ThomasR (03.08.2017 um 12:52 Uhr).
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  #2  
Alt 03.08.2017, 12:41
karo1170 karo1170 ist offline
Geerdeter
 
Registriert seit: 31.03.2014
Beiträge: 262
Es gibt fertige Lösungen, bspw. von ASKI für solcherart Energiemanagement-Systeme. Ich würde allerdings mal über eine Lösung aus Kleinsteuerung (z.B. Wago I/O) und entsprechenden Eingängen mit Stromwandler, Spannungsmessungen nachdenken. Ist erweiterungsfähig und netzwerkfähig, falls man mal Auswertungen braucht, was wie wo oft geladen wurde.
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  #3  
Alt 03.08.2017, 15:22
Benutzerbild von Tobi P.
Tobi P. Tobi P. ist offline
Meister in Ausbildung
 
Registriert seit: 18.11.2007
Ort: 41516 Grevenbroich
Beiträge: 1.369
Moin,

setz in den "Messpfad" einen Stromwandler. Über den kannst du dann das Lastabwurfrelais einbinden indem du es in den Sekundärkreis des Wandlers einschleifst. Anschliessend dann mit dem LAR ein passendes Schütz schalten - fertig.


Gruß Tobi
__________________
Gründer und 1. Vorsitzender des "Vereins der Freunde des 175kVA Bosch"
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  #4  
Alt 04.08.2017, 09:19
ThomasR ThomasR ist offline
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Registriert seit: 27.03.2005
Ort: Nideggen
Beiträge: 573
Gelöst??

Dazu habe ich einen Vorschlag erhalten, der eine Kombination aus dem Siemens Überlastrelais 3RB12 und dem passenden Schütz darstellt. Die beiden kann man schön zusammenbauen.

Hat jemand hier Erfahrungen damit?

Diese Geräte sind eigentlich für den Motorschutz vorgesehen, scheinen aber trotzdem für den Zweck geeignet. Problematisch könnte eine möglicherweise ungleichmäßige Phasenbelastung und ein EMV Verschmutzung durch die Elektronik der Ladesäule sein. Ich kann nicht abschätzen, auf was die Elektronik in dem Schutzrelais alles reagiert. Die verzögerte automatische Wiedereinschaltung wäre kein Problem in Anbetracht der langen Ladezeiten. Ob da nun 5 Minuten fehlen oder nicht....

Natürlich geht eine Anfrage an Siemens raus.
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  #5  
Alt 04.08.2017, 10:38
Benutzerbild von Oberwelle
Oberwelle Oberwelle ist offline
Nie Auslernender
 
Registriert seit: 04.04.2005
Beiträge: 8.739
Moin..

die Ladesäule hat doch nicht immer Spannung am Stecker anliegen.
Also sollte auch in der Säule ein "Netzschutz" verbaut sein.
Kann man dies nicht nutzen ?
Dann müsstest du auch die Säule nicht "hart" abschalten und somit auch die Elektronik stilllegen.


Gruß OW
__________________
.
Ich kann über die Richtigkeit / Vollständigkeit meiner Angaben keine Gewähr übernehmen. Immer alle Vorschriften beachten !
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  #6  
Alt 04.08.2017, 13:04
ThomasR ThomasR ist offline
Dauerbrenner
 
Registriert seit: 27.03.2005
Ort: Nideggen
Beiträge: 573
Hallo Oberwelle,

bisher ist die Annahme, daß die 125A Steckdose der Schnellladesäule immer am Netz hängt. Die "kleinen" Ladesäulen würden parallel über ein 90kW Schütz an derselbem Zuleitung hängen. Erst beim Einschalten der Schnellladestation würden die kleinen Ladesäulen abgeworfen.

Tobis Idee mit dem Stromwandler ist genial einfach, danke. Allerdings bin ich mittlerweile der Ansicht, daß eine gewisse Wiedereinschaltverzögerung über eine Elektronik für die Ladesäulen ganz hilfreich wäre. Ein "Klappern" des Hauptschützes würde bei den Leistungen vermutlich keine guten Auswirkungen haben.

Wir sind noch dabei die Kabeltrassen zu definieren und Leerrohre zu finden. Letztlich bestimmt die Dimension des Leerrohres bzw. der mögliche Leitungsquerschnitt darin die maximale Leistung. In der GHV des Bürotraktes ist jedenfalls ein 250A Abgang frei
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  #7  
Alt 04.08.2017, 19:24
Benutzerbild von didy
didy didy ist offline
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Registriert seit: 14.04.2005
Beiträge: 1.394
Zitat:
Zitat von ThomasR
Allerdings bin ich mittlerweile der Ansicht, daß eine gewisse Wiedereinschaltverzögerung über eine Elektronik für die Ladesäulen ganz hilfreich wäre. Ein "Klappern" des Hauptschützes würde bei den Leistungen vermutlich keine guten Auswirkungen haben.
Simples Zeitrelais mit Abfallverzögerung zwischen das Lastabwurfrelais und den großen Schütz schalten.
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