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  #1  
Alt 20.10.2006, 14:35
Benutzerbild von Alois
Alois Alois ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 28.07.2004
Ort: Hessen GG
Beiträge: 11.576
Elektrounfälle in Deutschland

Hallo,

ich habe heute nach langem Warten ein Buch bekommen mit dem Titel

Elektrounfälle in Deutschland
ISBN 3-86509-541-0

Ich zitiere einmal aus dem Buch einen Auszug auf S. 113 und 114

Die Untersuchung von Fehlerstellen ergibt eine Häufung von fehlerhaften Reparaturen
und Montagen vornehmlich in Steckern, Kupplungssteckdosen, Abzweigdosen, Steckdosen
und an beweglichen Anschlussleitungen, schwerpunktmäßig haben LAIEN diese Montagen
und Reparaturen durchgeführt. Dominant sind die Leiter- Schutzleitervertauschung und/oder eine
Schutzleiterunterbrechung. Auch die Unterbrechung des PEN-Leiters bei "klassischer" Nullung ist
immer noch zu beobachten.

Reparatur und Erweiterung vorhandener Anlagen und vor allem von beweglichen Betriebsmitteln durch
Laien sind Unfallschwerpunkt.

In dem oben angeführten Buch wurde das Unfallgeschehen durch Elektrizität am Arbeitsplatz und im
privaten Bereich untersucht.

Mit diesem Auszug hoffe ich, dass es uns gelingt Laien von der Gefährlichkeit der Manipulation an
elektrischen Geräten und Anlagen zu überzeugen.


Gruß

Karl

siehe auch: http://www.diesteckdose.net/forum/sh...9646#post29646
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Geändert von Alois (22.10.2006 um 11:32 Uhr).
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  #2  
Alt 20.10.2006, 22:23
Olaf S-H Olaf S-H ist offline
.
 
Registriert seit: 10.01.2005
Beiträge: 11.469
Zitat:
Zitat von Karl
... Mit diesem Auszug hoffe ich, dass es uns gelingt Laien von der Gefährlichkeit der Manipulation an
elektrischen Geräten und Anlagen zu überzeugen. ...

Moinmoin Karl,

da werden wir alle wohl sehr viel hoffen müssen.

Gruß Olaf
__________________
Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, DGUV, TRBS, NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, ProdSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden.

Für elektrotechnische Laien gilt: Dieser Beitrag erläutert die technischen Zusammenhänge. Die Umsetzung obliegt den konzessionierten Fachbetrieben (§13(2)NAV).

"Wer eine Handlung begeht, der übernimmt auch alle daraus folgende Pflichten." §33 I-3 prALR 1794
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  #3  
Alt 21.10.2006, 03:45
mega_ohm mega_ohm ist offline
Geerdeter
 
Registriert seit: 03.09.2006
Ort: Sachsen
Beiträge: 351
Das mußte mal geschrieben werden...

Bei den immer wieder in den Massenmedien erwähnten Werbeslogans „Geiz ist g**l“ - „Ich bin doch nicht blöd“ und dem reichhaltigen Angebot an Elektroinstallationsmaterial in Baumärkten wundert mich, dass nicht mehr Elektrounfälle passieren.
Meine Vermutung ist, dass es immer noch im entfernten Bekanntenkreis der „sich fast zu Tode sparenden“ Häuslebauer und Gartenlaubenbesitzer eine Elektrofachkraft gibt, die sich wenigstens diese Hobby“-installationen“ mal anschaut und das Schlimmste verhütet.

Jeder, der einem Elektriker einmal auf die Finger geschaut hat, ist der Meinung: „ Das ist ja einfach“.
>> Plus = Minus und Rot = Blau (sozusagen)
Elektrik ist doch ganz einfach !!
„Das schwarze Drähtel kommt auf das Schwarze, das blaue zu Blau und dieses <komische> Bunte (ge/gn) ist bloß so bunt, weil die Elektriker sich wichtig machen wollen... die Lampe brennt auch ohne diesen Draht und man spart noch was dabei.“

„Ein Fliesenleger legt einen qm Fliesen und verlangt dafür 100€, ein Klempner installiert eine Brausegarnitur für 500€... Da sieht man in kurzer Zeit, wo die <Kohle> steckt.
Aber man muß doch irgendwo anfangen, zu sparen.
Wenn ein Elektriker im Haus fertig ist, sieht man ein paar Schalter, Licht und Steckdosen – mehr nicht. Warum soll man dafür einen Haufen Geld bezahlen ?“

-----------------------------------------------------------------------------------------------

Ich war früher im privaten Handwerk tätig, und durfte mir von mehreren Kunden genau diese Meinung anhören.

Ich habe diese sehr verbreitete Kundenmeinung hier nur mal niedergeschrieben, sie entspricht nicht meinen Kenntnissen und meiner persönlichen Meinung !!!

Ich hatte Kunden, die die Erstinbetriebnahme- Prüfung für Geldschneiderei hielten.
„Auf den Schalter drücken, Licht brennt = alles ist in Ordnung.
Der Elektriker kommt mit so einem komischen Kasten, macht im Haus 2h rum und kommt zu demselben Ergebnis. - und verlangt noch Geld dafür.“

P.S. Ich schreibe bewusst „Licht brennt“ und nicht leuchtet.
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  #4  
Alt 21.10.2006, 07:01
Benutzerbild von Oberwelle
Oberwelle Oberwelle ist offline
Nie Auslernender
 
Registriert seit: 04.04.2005
Beiträge: 8.695
Moin..

wenn ich so manch Elektriker sehe, wie die Arbeiten, da kann ich so manch Kunden auch verstehen... ( das hätte ich selber besser gemacht.. ).

Was aber nicht bedeutet, daß ich es "gutheiße"..

Leider (!) gibt es im Berufsstand des Elektrikers auch etliche "Strippenzieher"..

__________________
.
Ich kann über die Richtigkeit / Vollständigkeit meiner Angaben keine Gewähr übernehmen. Immer alle Vorschriften beachten !
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  #5  
Alt 21.10.2006, 15:15
Benutzerbild von Technolohdie
Technolohdie Technolohdie ist offline
Geerdeter
 
Registriert seit: 01.02.2006
Ort: Henstedt-Ulzburg (Schleswig-Holstein)
Beiträge: 302
Moin Moin...

Wie kommt man denn an dieses Buch ?
Ich habe es bisher nur auf der Seite gefunden und die wollen das man per
Visa oder AmEx bezahlt. Ich hab aber nur ne Mastercard/Eurocard...
Hat schon jemand ne andere Quelle aufgetan ?!?

Gruß Michael
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  #6  
Alt 21.10.2006, 15:41
Benutzerbild von Alois
Alois Alois ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 28.07.2004
Ort: Hessen GG
Beiträge: 11.576
Hallo Technolohdie,

ich habe den titel und die ISBN dem Buchverkäufer meiner Wahl gesagt und drei Tage später war das Buch da. 16 Euro teuer.


Gruß

Karl
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  #7  
Alt 21.10.2006, 18:39
Benutzerbild von Technolohdie
Technolohdie Technolohdie ist offline
Geerdeter
 
Registriert seit: 01.02.2006
Ort: Henstedt-Ulzburg (Schleswig-Holstein)
Beiträge: 302
Moin Moin...

Dann werde ich es mal bei der Buchhandlung um die Ecke versuchen...

Gruß Michael

Nachtrag: Hab angerufen, ca. 14 Tage da sie beim Verlag bestellen müssen.
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  #8  
Alt 21.10.2006, 20:00
Elekjet
 
Beiträge: n/a
Hallo Karl,

hier mal ein link zum Thema

http://www.baua.de/nn_8194/sid_E3179...li_202002.html
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  #9  
Alt 23.10.2006, 16:03
HPG HPG ist offline
Geerdeter
 
Registriert seit: 08.02.2004
Ort: Horgen am Zürichsee
Beiträge: 499
Das Problem der Laienistallation ist überall das Gleiche. Da man aber mit einem resoluten Verbot dies nicht verhindern kann, hat der Gesetzgeber bei uns dem Laien eine kleine Freiheit zur Installation gegeben (siehe Absatz 2), gleichzeitig nimmt er ihn aber mit Absatz 3 in die Pflicht.

Natürlich werden viele Installationen von Unkundigen installiert und nicht kontrolliert, es ist auch nicht damit zu Rechnen, dass das Kontrollgebot gross eingehalten wird. Aber beim Ereignis eines Unfalles oder eines Sachschadens wird der Richter schon den Sicherheitsnachweis verlangen und bei dessen fehlen seine Konsequenz strafrechtlich ziehen.

Auszug aus der Niederspannungs-Verordnung

4. Abschnitt: Installationsarbeiten ohne Bewilligung

Art. 16
1 Keine Installationsbewilligung benötigen fachkundige Personen nach Artikel 8,
Elektro-Kontrolleure/Chefmonteure sowie Elektromonteure mit eidgenössischem
Fähigkeitszeugnis für Installationsarbeiten in von ihnen bewohnten oder in ihrem Eigentum stehenden Wohn- und zugehörigen Nebenräumen.

2 Keine Installationsbewilligung benötigen Personen, die:
a. Installationsarbeiten in von ihnen bewohnten Wohn- und zugehörigen
Nebenräumen hinter Verbraucher-Überstromunterbrechern an einphasigen
Lampen- und Steckdosenstromkreisen mit Fehlerstromschutzeinrichtungen
für maximal 30 mA Nennauslösestrom ausführen;
b. Beleuchtungskörper und zugehörige Schalter in von ihnen bewohnten
Wohn- und zugehörigen Nebenräumen montieren und demontieren.

3 Elektrische Installationen nach Absatz 1 und Absatz 2 Buchstabe a müssen vom Inhaber einer Kontrollbewilligung kontrolliert werden. Die kontrollierende Person muss dem Eigentümer den Sicherheitsnachweis übergeben.

mfg HPG
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  #10  
Alt 23.10.2006, 23:16
crutchy the clown
 
Beiträge: n/a
Nach vielem Lobgesang nun noch ein paar Beispiele von absoluten "Meister"-Leistungen durch "Fach"-Betriebe:

1) Ein Elektromeister will Kabel sparen und schließt eine Hallenbeleuchtung am Drehstromnetz ohne mitgeführten Sternpunkt an. Das Dumme an der Sache war nur, daß er immer jeweils 2 Lampen parallel angeschlossen hat......

2) Ein Elektriker-Geselle schließt den Dachständer eines alten Hauses mit klassischer Nullung neu an und verwechselt die beiden Leitungen, die vom Dachständer kommen. Alle Geräte im Haus funktionieren, und einen elektrischen Schlag bekommt zu diesem Zeitpunkt auch niemand. Als der Hausbesitzer aber den Antennenstecker seiner geerdeten Antenne für das CB-Funkgerät einstecken will, fliegt die Sicherung raus. Als der verantwortliche Elektromeister gerufen wird und die Sache erkennt, wird er kreidebleich....

3) Ein "Fach"-Betrieb will Kosten sparen und schließt alle Antennenanlagen grundsätzlich ohne Erdung an. In einem Haus schlägt tatsächlich der Blitz ein und läuft vom Antennenkabel direkt in das Fernsehgerät. Von dort aus sucht sich der Blitz den Weg zum nächsten Heizkörper. Das Gehäuse des Fernsehgerätes sieht aus, als hätte jemand mit dem Schrotgewehr aus dem Innern heraus geschossen. Der Sachverständige der schadensregulierenden Versicherung schweigt.... (wehe, das wäre einem "Laien" passiert)

Und das Beste kommt noch:
Bei einem Besuch des TÜV in Stuttgart sehe ich, daß an einer Stelle des Gebäudes der Verputz abgeschlagen ist und darunter ein Blitzableiter zu erkennen ist. Neugierig trete ich näher. Der Blitzableiter ist auf einem Holzbalken befestigt - und das Holz ist angekokelt.....

Geändert von crutchy the clown (24.10.2006 um 11:28 Uhr).
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