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  #1  
Alt 19.12.2016, 22:44
Benutzerbild von bettmann
bettmann bettmann ist offline
Medizinprodukte-Berater
 
Registriert seit: 16.02.2007
Ort: Landkreis Tübingen / Mittelfranken / Thüringen
Beiträge: 1.856
Betonkugel als Stromspeicher

Hatte einen Beitrag zur "Versenkung" im Radio gehört und gerade einen Beitrag in der SZ vom 13.12.2016, Nr. 288, Seite 16 gelesen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...a-1120490.html

bettmann
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Yo, wir schaffen das !!! (Bob der Baumeister)
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  #2  
Alt 20.12.2016, 07:58
Benutzerbild von NZ-Tafel
NZ-Tafel NZ-Tafel ist offline
Geerdeter
 
Registriert seit: 06.02.2016
Beiträge: 335
Klingt im Vergleich zu riesigen Batterieanlagen recht einfach & effizient.
Sicher ist es billiger als eine Batterieanlage und hat weniger Verschleiß.
Hoffe, die Kugel bleibt auch dicht und wird nicht mit der Zeit undicht. Da werden schließlich riesige Drücke drauf sein, wenn ich die Tiefen so lese.
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  #3  
Alt 20.12.2016, 08:13
Jörgi-1911 Jörgi-1911 ist offline
Dauerbrenner
 
Registriert seit: 25.01.2012
Beiträge: 644
Das klingt ja bestimmt gut. Allerdings habe ich so den Eindruck, das wir
zuerst eine Lösung präsentieren und dann das Problem dazu.
Wir bauen Kraftwerke, die mit alternativen Energien angetrieben werden.
(Umwelt sei erstmal außen vor) Dann merken wir, das wir so viel Energie
überhaupt nicht brauchen können. Zumindest nicht in bestimmten Zeiten. Dann
wirft noch jemand ein, das wir die erzeugte Energie irgendwie übertragen
müssen. Jetzt fangen wir noch mit Speichern an, die wieder Probleme nach
sich ziehen. Das schlimmste daran, der Verbraucher zahlt und kann nichts
dagegen tun.
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  #4  
Alt 20.12.2016, 10:05
Elo-Ocho Elo-Ocho ist offline
Kabelknabberer
 
Registriert seit: 16.07.2014
Ort: Münsterland
Beiträge: 166
Naja, das Problem ist schon da...

Ich denke, natürlich war früher alles besser. Die Müllentsorgung war billiger, nur weil wir nicht sortiert haben.

Außerdem haben wir ja den billigen Atomstrom, da macht Wind und Solar echt keinen Sinn.

Und gestern flog hier noch wieder das Propagandamagazin der IWO (Institut für Wärme und Oeltechnik) "raffiniert" in Haus. Dort wird vollkommen neutral über Heizungstechnologie berichtet. Seit dem weiß sogar ich als Elektriker, das Gasheizungen völliger Blödsinn sind, und Fernwärme der aller größte Quatsch.

Mal ohne Ironie, ich denke das sich vieles in eine sehr abstruse Richtung entwickelt. Ich glaube den Einsparungsversprechen der Dämmindustrie genauso wenig wie den Verbrauchsangeben der Autohersteller, aber das wir nix tun müssen, und einfach weiter Braunkohle verfeuern, bis von Köln nach Holland ein Binnenmeer ist, kann auch nicht die Lösung sein.


Pumpspeicherkraftwerke sind ja auch nicht erst gestern erfunden worden. Es ist doch ein guter Ansatz, Energie dann zu erzeugen, wenn es einfach ist, und diese dann zwischen zu speichern, was natürlich verlustbehaftet ist.


Ich habe vor Jahren mal einen Bericht am Fernsehen gesehen, da wurden versuchsweise Häuser gebaut, welche über einen riesigen Wärmespeicher, irgendein flüssiger Salz als Medium verfügten, die So hoch wie die Bude waren. Das Haus wurde drum herum konstruiert. Dazu kam eine Ölgefüllte Solarthermieanlage, welche das Ding auf einige 100°C aufgeladen hat. Der Speicher hatte die Wärmeenergie für 3 Monate ohne Nachladen aufnehmen können. Das fand ich schon beeindruckend.


Nur so meine unvollendeten Gedanken zum Thema.


Ocho
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  #5  
Alt 20.12.2016, 10:53
ThomasR ThomasR ist offline
Geerdeter
 
Registriert seit: 27.03.2005
Ort: Nideggen
Beiträge: 397
Naja, das Problem ist definitiv schon da: manche alternativen Energiequellen werden abgeschaltet, weil sich die fossilen Quellen nicht fein genug in der Leistung regeln lassen. Diese Kugeln können das dann in gespeicherte Energie umsetzen.

Die Idee selbst ist uralt, schön daß es endlich jemand ernsthaft erprobt. Wobei hier der Auftrieb sehr klein sein dürfte, in der Realität wird die Verankerung am Meeresboden für eine leere Kugel gewaltig sein.....

Ob allerdings ein Süsswassersee geeignet ist, die Korrosionsprobleme in einem Ozean mit Salzwasser aufzuzeigen?
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  #6  
Alt 20.12.2016, 11:16
Benutzerbild von NZ-Tafel
NZ-Tafel NZ-Tafel ist offline
Geerdeter
 
Registriert seit: 06.02.2016
Beiträge: 335
Ich halte von diesem ganzen CO² Geschwafel nichts. Bei ernsthaften Nachdenken zeigen sich schon Gegensätze auf.
Hr. Lüning hält übrigens auch nichts davon und hat dies in einer 5-teiligen Serie aufgedrösselt:
https://www.youtube.com/watch?v=1qtZ6AS2SI0
Kann man sich am Abend mal gemütlich reintun Achso, der Kerl ist auch Luft- und Raumfahrtingenieur sowie Whiskyverkäufer
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  #7  
Alt 20.12.2016, 14:03
Trumbaschl Trumbaschl ist offline
Sicherheitsexperte
 
Registriert seit: 11.02.2004
Beiträge: 1.522
Zitat:
Außerdem haben wir ja den billigen Atomstrom, da macht Wind und Solar echt keinen Sinn.

Genau, deswegen verlangt EDF von den Briten auch für 30 Jahre das DOPPELTE des üblichen Einspeisetarifs, damit sie das Kernkraftwerk Hinkley Point bauen...
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  #8  
Alt 20.12.2016, 21:12
Benutzerbild von bettmann
bettmann bettmann ist offline
Medizinprodukte-Berater
 
Registriert seit: 16.02.2007
Ort: Landkreis Tübingen / Mittelfranken / Thüringen
Beiträge: 1.856
Noch ein paar Zahlen, Daten und Fakten aus dem og. Zeitungsartikel.

Die Idee kommt von Personen der Uni Frankfurt und Saarbrücken und der Versuch wurde vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.

Die Idee ist, die Energie von Offshore-Windrädern zu speichern.

Im Bodensee wurde, vier Wochen, bei 100m getestet. Eine große Herausforderung ist das senkrechte Stellen der Installation. Die Bodensee-Kugel hatte 3m Durchmesser und diente nur zu Simulationszwecken.

Später sollen es 30m Durchmesser und optimale Wassertiefen von 600-800m sein. Jenseits der 800m wird es kritisch mit den Turbinen und dem Beton.

Weil Nord- und Ostsee zu flach sind, macht der Einsatz hier keinen Sinn.
(Na ja. Wir testen Sachen die bei uns nicht einsetzbar sind. Dazu weiterlesen.)

Ein kanadisches Start-up experimentiert mit Ballons aus Nylongewebe im Ontariosee bei Wassertiefen um 50m. (Ok. Die Kanadier testen Sachen die für uns geeignet wären.)

Bei der großen Beton-Kugel wäre der errechnete Wirkungsgrad bei 75-80% und bei 700m könnte man ungefähr 20MW erzeugen.

bettmann
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Yo, wir schaffen das !!! (Bob der Baumeister)
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  #9  
Alt 21.12.2016, 09:38
ThomasR ThomasR ist offline
Geerdeter
 
Registriert seit: 27.03.2005
Ort: Nideggen
Beiträge: 397
WENN unsere EVU's ja auch nur ETWAS vorausschauender wären, gäbe es hier nebenan den idealen Einsatzort für diese Technik: die großen Braunkohlenlöcher im Rheinland müssen ab etwa 2040 geflutet werden. Laut dem aktuellen Braunkohlenplan 3 wird das mittels künstlichen Kanälen geschehen, die für etwa 20 Jahre einen Teil des Wassers aus dem Rhein in die Löcher umleiten (Grundwasser geht nicht).
Also müsste man nur beizeiten auf dem Boden der Löcher diese Kugeln IM TROCKENEN installieren und dann fluten. Es würde dann zwar mindestens 10 Jahre dauern, bis die Dinger dann genügend Wasser über sich haben aber elegant wäre das schon. Und da wäre Platz für hunderte oder gar tausende Kugeln von 30 Metern Durchmesser....

Derzeitige Abteuftiefe in Hambach: 450 Meter. Die vorhandenen Bagger können das lokal noch tiefer graben (da wird es nur ungemütlich nass).

Einziger Nachteil: bei so vielen Kugeln wird ein Binnensee dann mit wechselnden Wasserständen zu kämpfen haben

Nachtrag: Geplant ist ein See mit einer Fläche von 4200 ha, einer Tiefe bis 400 m und einem Volumen von 3,6 Mrd. m3. Eine 30m Kugel hat ca. 14.000 m³ Inhalt. Bei angenommenen 100 Kugeln würden das Volumen sich ständig um 1,4 Mio. m³ verändern. Klingt viel, wären aber weniger als 1/1.000tel des Gesamtvolumens und damit nur wenige cm Höhenänderung. Das war nur überschlägig, bitte nachrechnen!!

Geändert von ThomasR (21.12.2016 um 19:52 Uhr).
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