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  #11  
Alt 21.12.2016, 09:23
ThomasR ThomasR ist offline
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Bin ein wenig weiter gekommen und werde das über die Feiertage noch detaillieren. Es hilft schon mal, die Drosseln direkt neben die Zylinder zu setzen. Bisher hatte ich diese am Ventilblock angebracht, das sind aber locker 12 m bis zu den Zylindern. Bei 8 mm Leitungen ist da ein gehöriges Luftpolster vorhanden, das die Sache nicht einfacher macht.

Mit 4 bar Arbeitsdruck ergeben sich jetzt vernünftige Werte und Fahrgeschwindigkeiten. Auch die Akustik in den Endstellungen ist nun akzeptabel. Das beruht auf dem Umbau von zwei Türen, jetzt müssen die restlichen 4 noch erfolgen....
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  #12  
Alt 06.01.2017, 16:57
ThomasR ThomasR ist offline
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Registriert seit: 27.03.2005
Ort: Nideggen
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Gelöst

Habe das Problem nun einigermaßen im Griff durch eine reine Zuluftdrosselung.

Zusätzlich gibt es nämlich noch das Problem, daß die 30kg Tür eine erhebliche Beschleunigung erfährt. Deshalb knallt das nicht nur in der Endstellung sondern belastet auch die Magnetkupplung ganz erheblich. Diese klinkt sich bei zu großer Beschleunigung einfach aus. Also mußte die Beschleunigung durch Zuluftdrosselung so eingestellt werden, daß die Kupplung gerade nicht auslöst. Damit läuft die einmal beschleunigte Tür nach Ablauf der Luftbeaufschlagung wegen ihrer Trägheit ganz alleine weiter (KEINE Abluftdrossel) und kommt einigermaßen sanft in die Endstellung.

Offensichtlich verhielt sich die provisorische Luftversorgung wie eine Zuluftdrosselung, so daß ich diesen Effekt anfangs gar nicht bemerkt hatte.

Eine Abluftdrosselung (ob mit ohne ohne Zuluftdrossel) macht wegen der Kupplungen keinen Sinn. Die Anfangsbeschleunigung wäre zu hoch --> Kupplung klinkt aus.

Die Magnetkupplung könnte man auch durch eine starre Kopplung ersetzen. Allerdings wäre damit die Montage des Türblattes erheblich komplizierter (an der hinteren Stirnseite ist ganz unten ein Stahlscharnier angebracht, das beim Einhängen des Blattes eingeklappt ist. Erst wenn die Tür hängt, wird dieses Scharnier mit einem Haken händisch aufgeklappt, so daß es dann bis hinunter auf den Magneten an der Kolbenstange reicht) und die zusätzliche Sicherheit durch den automatisch gegebenen Einklemmschutz ist mir wichtig.

Vielen Dank für die Tipps und den Gedankenaustausch, ihr habt mir geholfen!!
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  #13  
Alt 17.01.2017, 13:09
ThomasR ThomasR ist offline
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Ort: Nideggen
Beiträge: 516
Es ist jetzt eine kombinierte Zu- und Abluftdrosselung geworden. Zusätzlich kommen aber noch je zwei Entlastungsventile je Zylinder hinzu. Grund:

Die Zuluftdrosselung erfolgt über In-Line Drosselrückschlagventile. Diese sind aber intern so gebaut, daß sie einen nicht unerheblichen Gegendruck auf der Abluftseite erzeugen. Das darin befindliche Rückschlagventil ist nämlich so billig gebaut, daß es erst durch ca. ein bis zwei bar zum Öffnen gebracht wird. Also kommt beim Fahren von der gedrosselten Seite 4 bar Zuluft und auf der Abluftseite wird nur durch das Rückschlagventil (in Durchlassrichtung!!) ein Gegendruck von X bar aufgebaut. Mit etwas Einstellarbeit entsteht dadurch eine Balance und die Tür lässt sich gut kontrollieren.

Leider führt die Schwergängigkeit dieser Rückschlagventile aber auch dazu, daß in der Ruhestellung die Bewegung der Türen von Hand sehr erschwert wird. Man muß nämlich die Luft durch die Rückschlagventile "quetschen", da sie ja erst bei 1-2 bar öffnen. Gute "GR" Ventile von Festo haben das übrigens nicht, da ist der erforderliche Differenzdruck für ein Öffnen schon mit dem bloßen Mund aufzubringen! Nur bräuchte man dann pro Tür 4 Festo Drosselrückschlagventile (immer zwei pro Zylinderanschluß entgegengesetzt in Reihe) und hat immer noch ETWAS Gegendruck.

Um eine maximal leichtgängige Tür zu haben, soll nun jeder Zylinderanschluß einzeln VOR den Drosseln ganz entlüftet werden. Das werde ich mit billigen "Chinaböllern", direktgesteuerten 5/2 Ventilen machen, die zu 2/2 Ventilen mutieren. Diese sitzen dann neben den Zylindern im Antriebskasten im Fußboden und sind in Ruhe gegen Atmosphäre voll geöffnet.

Wenn die Automatik den Zylinder fahren soll, werden das Fahrventil und die beiden 2/2 Ventile zugleich angesteuert. Die 2/2 machen zu und das Fahrventil kontrolliert zusammen mit den Drosselrückschlagventilen das Fahren. Nach einer einstellbaren Zeit fällt das Fahrventil ab und etwas verzögert auch die 2/2 Entlastungsventile, die damit die Zylinderanschlüsse 2 und 4 wieder gegen Umgebung öffnen. Das läßt sich mit den verwendeten HomeMatic Modulen prima machen. Diese haben je Modul 6 OpenCollector Ausgänge für die Fahrventile, 6 Relaisausgänge für die je zwei parallelen Chinaböller, 6 Digitaleingänge für die Endschalter und 6 Analogeingänge für die Näherungssensoren der Betätigung. Mit nur zwei Modulen habe ich damit alle 6 Türen abgedeckt.

Sobald die Chinaböller da sind und wenigstens eine Tür erfolgreich umgebaut ist, werde ich auch Bilder einstellen.
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  #14  
Alt 18.01.2017, 08:12
Elo-Ocho Elo-Ocho ist offline
Kabelknabberer
 
Registriert seit: 16.07.2014
Ort: Münsterland
Beiträge: 190
Hallo Thomas,

herzlichen Glückwunsch zur Lösung der Türproblematik.

Wie zufrieden bist Du eigentlich mit Deinem Job?

Deine Fähigkeiten werden gebraucht :-)

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen dynamischen Tag.

Ocho
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  #15  
Alt 20.01.2017, 16:17
ThomasR ThomasR ist offline
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Registriert seit: 27.03.2005
Ort: Nideggen
Beiträge: 516
Wenn ich bedenke, daß von der ersten Idee bis zur Funktionsreife ca. 3 Jahre vergangen sind, sehe ich tatsächlich Parallelen zum BER
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  #16  
Alt 30.01.2017, 09:02
ThomasR ThomasR ist offline
Dauerbrenner
 
Registriert seit: 27.03.2005
Ort: Nideggen
Beiträge: 516
Von wegen "Chinaböller"!
Die Herrschaften können noch nicht einmal richtige Angaben in ihren Beschreibungen machen. Die bestellten Ventile sind natürlich pneumatisch bzw. servogesteuert. Damit kann man keine dauernde Öffnung gegen Atmosphärendruck herstellen, schon gar nicht ohne Hilfsdruckanschlüsse

Jetzt habe ich umgebaute Wasserventile von Kfz. Heizungen genommen: diese sind unbestromt mit riesigem Querschnitt geöffnet. Normalerweise können die keinen großen Differenzdruck aushalten, aber umgekehrt durchströmt helfen die 4 bar sogar beim Zuhalten (Ventilkegel wird in den Sitz gepresst). Zwei Stück a 12 Volt in Reihe funktionieren perfekt an der 24 Volt Steuerung und kosten weniger als ein 1/5 von allen anderen Vorschlägen.

Damit sind die Türen MIT angekoppelten Kolbenstangen kaum merklich schwergängiger als ohne. Jetzt wäre interessant wie sich die "professionelle", elektrische Lösung des Herstellers dagegen anfühlen würde.
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  #17  
Alt 13.02.2017, 11:50
Challenger Challenger ist offline
Geerdeter
 
Registriert seit: 15.05.2014
Ort: Münsterland
Beiträge: 343
Hallo ThomasR,

weils mich interessiert:
-Sind die Türen gewerblich oder privat?
-Wieviele Türen hast du ans laufen gebracht und wie bist du zufrieden damit?
-Hast du vielleicht ein paar Bilder davon?

Gruß Andreas
__________________
Will Griggs on fire...
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  #18  
Alt 13.02.2017, 15:39
ThomasR ThomasR ist offline
Dauerbrenner
 
Registriert seit: 27.03.2005
Ort: Nideggen
Beiträge: 516
Leider kann ich hier keine Filmchen einstellen, das würde den besten Eindruck vermitteln können.

Das Ganze ist im Privatbereich (EFH) mit insgesamt 6 Türflügeln, eine davon eine Doppeltür. Funktionieren tun sie alle, je nach Bauzustand und Optimierung mehr oder weniger gut. Die Optimierung erstreckt sich auf die Feinabstimmung des Anlagendruckes, der Drosselventile und der elektrischen Ansteuerung.
Wobei die Ansteuerung derzeit noch über die HomeMatic und per Fernbedienung geht (am einfachsten), im Endzustand dann über die HomeMatic und Entfernungsmesser.

Das ist ein Bastelprojekt und kann noch Monate dauern. Ich muß auch immer den WAF berücksichtigen
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