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  #21  
Alt 21.10.2016, 07:27
Jörgi-1911 Jörgi-1911 ist offline
Dauerbrenner
 
Registriert seit: 25.01.2012
Beiträge: 687
Das E-Auto wird so nicht kommen. Ist sicherlich ein Beitrag bzw. eine weitere
Alternative zur Fortbewegung. Mehr aber auch nicht.
Im Moment sind es Range Extender (also E-Autos mit Batterie und Verbrenner)
welche etwas intensiver verfolgt werden. Der Verbrennungsmotor ist vom
Antriebsstrang entkoppelt. Er läuft im verbrauchsoptimierten Drehzahl-und
lastbereich. Damit wird seine Immision auf ein absolutes und für den Zweck
benötigtes Minimalmaß heruntergefahren. Mehr geht nicht.
Mehr ist auch nicht nötig.

Bei einer der letzten §29 StvZo-Schulung haben wir eine Aufstellung bekommen
in welcher der Stellenwert der CO2-Immissionen gezeigt wird.
An erster Stelle stehen die Ozeane mit etwa 60%
Gefolgt wird es von lebenden Zeitgenossen. Also Tiere und Menschen. Dabei
zählt nur das Leben an sich. Waren etwa 15%.
Die Industrie stellte fast den Rest zur Gesamtimmission dar. Der Bereich,
der für uns wichtig war, umfasste etwa 1% des CO2-Aufkommens.
Da wurde die gesamte Verkehrsinfrastruktur eingerechnet. Also auch
Flugzeuge, Schiffe, Bahnen und eben alles was so bewegt wird.
Aus diesem 1% Tortenstück hat das Auto dann etwa 0,1% ausgemacht.

Diese Statistik liegt auch den Staatslenkern vor. Auch die sehen da nur einen
verschwindend kleinen Anteil der CO2 Einsparung. E-Mobilität ist eben eine
Idee zum Geld verdienen.
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  #22  
Alt 21.10.2016, 09:51
LuckySlevin LuckySlevin ist offline
...angehnder...
 
Registriert seit: 23.05.2012
Ort: Stuttgart
Beiträge: 528
@Jörgi-1911

Die Statistik würde ich mal gerne sehen... Hast du nicht den Al Gore Film gesehen?

/ironie
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  #23  
Alt 21.10.2016, 10:18
ThomasR ThomasR ist offline
Dauerbrenner
 
Registriert seit: 27.03.2005
Ort: Nideggen
Beiträge: 522
Hallo Didy,

in besagtem RWE Braunkohlenumsiedlungsort wurden ZWEI unabhängige Glasfasersysteme verlegt, von jedem Anbieter eines. Beim Einzug hast du die Wahl aus Telekom Kupfer, Telekom Glasfaser und/oder UnityMedia Glasfaser. Bei den Bandbreiten wollte sich ein Kollege schon eine Serverfarm im Keller einrichten

Die Holzmasten konnten wegen der Freileitung an den Rand des Straßenprofiles gesetzt werden (teilweise sogar auf die Grundstücke) und damit den maximalen Freiraum für Schwertransport etc. lassen. Die NYY liegen an anderer Stelle, viel weiter im Straßenprofil. Es sollen durchgängig Stellflächen am Rand der Durchgangsstraßen entstehen. Genau an der Grenze zwischen Gehweg und Stellfläche sollen die Beleuchtungsmasten dann hin. Genau da würde man auch eine Ladestation für den "Laternenparker" benötigen.

Wir betreiben als Firma eine NICHT öffentliche Ladesäule vom Typ Terra 53 (ABB) in Vollausstattung für die Prototypen unserer Kunden. Diese ist per Gabelstapler (montiert auf Palette) transportabel und hat einen 125A CEE Stecker am Ende eines 5 Meter Kabels. Dazu gibt es Adapter mit 63 und 32A CEE. Natürlich muß die Säule auch auf die gerade zur Verfügung stehende Stromquelle eingestellt werden. Ist aber mit dem Touchscreen kein Problem. Bei Chademo Ladung brummt es schon recht heftig

Niemand im unserer Firma fährt derzeit ein E-Fahrzeug, auch keine Geschäftswagen o.ä. Warum wohl ?
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  #24  
Alt 21.10.2016, 11:14
Meister_Stefan Meister_Stefan ist offline
Geerdeter
 
Registriert seit: 09.08.2009
Ort: Zwischen Münster und Osnabrück
Beiträge: 394
Zitat:
Zitat von Ich-bins
Wie lange lädt mit der Spielzeugladesäule dann auf, um wieder mobil zu sein?

Semi Schnellladung fängt bei 22 kW an, dann gibt es noch die 40 kW mit denen angeblich eine Schnellladung in 10 min auf 80 % erledigt sein sollte.
Die bekommt man nicht mal für die zehnfache Summe im EK, ganz zu schweigen von der Zuleitung von Kupfergrab.
Eigentlich nicht verwendbar für den privaten Haushalt, aber gerade die Ladezeit bei den kleinen Säulen macht doch keinen Sinn.

Diese Spielzeugsäulen Laden deinen Wagen innerhalb von mehrerer Stunden wieder auf.
Für den Privatgebrauch reicht es dicke
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  #25  
Alt 21.10.2016, 12:34
LuckySlevin LuckySlevin ist offline
...angehnder...
 
Registriert seit: 23.05.2012
Ort: Stuttgart
Beiträge: 528
Bei uns in der Geschäftsleitung hat jemand ein Halbes E-Auto. Halb Akku, halb benziner. Zuleitung für die Ladesäule ist ein 3x1,5mm²
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  #26  
Alt 21.10.2016, 12:59
Benutzerbild von didy
didy didy ist offline
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Registriert seit: 14.04.2005
Beiträge: 1.369
Zitat:
Zitat von Ich-bins
Eigentlich nicht verwendbar für den privaten Haushalt, aber gerade die Ladezeit bei den kleinen Säulen macht doch keinen Sinn.
Wieso? Gerade bei privaten Stellplätzen hat das Auto doch eigentlich die ganze Nacht Zeit zum laden, da muss es nicht unbedingt die Schnellladefähigkeit sein.

Ja, mein Vorschlag mit "die Autos stimmen sich ab wer wann lädt" geht sicher besser mit Schnellladefähigkeit. Aber wo die Leitungen das noch nicht hergeben kann man durchaus auch langsam laden.

Zitat:
Zitat von Schwachstromer
Habe selber leider so einen Stromfresser hier hängen, der hat 24KW, Zählerabsicherung ist 63A, davon ist trotz 4 Personenhaushalt noch nie eine geflogen. Und der Herd läuft auch oft genug mit 2 Platten und Backrohr während einer Duscht / Badet.
Wundert mich nicht. 24kW sind 35A je Phase, bleiben 28A je Phase übrig. Das ist mehr als was genügend Haushalte mit 3x25A oder 1x35A insgesamt haben.

Zitat:
Zitat von Oberwelle
Zwei Schnellladesäulen benötigen einen eigenen Ortsnetztrafo mit entsprechenden "Zubehör".
Wieso eigener Trafo? Den "normalen" in der Siedlung ne Nummer größer auslegen sollten doch auch gehen?
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  #27  
Alt 21.10.2016, 13:07
Benutzerbild von didy
didy didy ist offline
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Registriert seit: 14.04.2005
Beiträge: 1.369
Zitat:
Zitat von ThomasR
Wir betreiben als Firma eine NICHT öffentliche Ladesäule vom Typ Terra 53 (ABB) in Vollausstattung für die Prototypen unserer Kunden. Diese ist per Gabelstapler (montiert auf Palette) transportabel und hat einen 125A CEE Stecker am Ende eines 5 Meter Kabels. Dazu gibt es Adapter mit 63 und 32A CEE.
Das ist aber die Anforderung für Schnellladesäulen an Autobahnraststätten oder auch sonst einzeln verteilt. Für Laternenparker, wo über Nacht geladen wird, reicht weit weniger. Dass nicht jeder Laternenparker 125A Drehstrom kriegen wird und kann sollte klar sein.

@Jörgi: Also Klimawandel-Leugner. Mal das hier anschauen: https://xkcd.com/1732/
Und selbst wenn man das nicht glauben sollte, Erdöl ist endlich.
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  #28  
Alt 21.10.2016, 13:39
IH-Elektriker IH-Elektriker ist offline
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Registriert seit: 09.01.2013
Beiträge: 1.003
Ich weiss gar nicht was ihr Euch aufregt. Für unsere Politiker ist das doch „nur“ eine weitere Steckdose aus der Strom rauskommt – nur das diese Steckdose halt anders aussieht und „schick verpackt“ in einer Ladesäule steckt…. Insofern werden die Politiker in Brüssel genauso wie die in Berlin fachliche Einwände nicht verstehen (wollen) – schließlich sind sie i.d.R. ja keine Naturwissenschaftler (Mutti ausgenommen) und haben da keine Ahnung……

Auch wenn man auf Drehstromanschlüsse mit geringerer Anschlussleistung zurückgreift – zählt doch einfach mal in Eurer Umgebung wie viele KFZ dort herumstehen. Und zwar zu welcher Tageszeit. wenn ich von meiner Wohngegend (Mischbebauung 4-Familienhäuser mit Eigentumswohnungen, diverse EFHs und Doppelhäuser, tlw. auch 6-Familienhäuser) ausgehe so kann man im Durchschnitt jeder Wohneineit ca. 1,2 bis 1,5 Fahrzeuge zuordnen – die alle tagsüber unterwegs sind, gegen spätestens 17:00h alle zu Hause vor den Häusern oder auf den Grundstücken stehen und früh so ab ca. 05:30 bis ca. 08:00h wieder wegfahren. Abends/Nachts sind alle Bordsteinkanten zugeparkt mit PKW – fast nahtlos (ausgenommen Einfahrten usw.) und in den Grundstücken stehen i.d.R. auch ca. 2-3 Fahrzeuge.

Wären das alles Elektrofahrzeuge so müssten alle ca. 7 bis 10 Meter eine Ladesäule stehen – oder eben entsprechend viele Mehrfachsäulen.

Auf vielleicht 100m Straße kommen bestimmt 20 bis 30 PKW auf beiden Seiten – wenn ich ausgehe das jeder PKW ca. 3 bis 4 Stunden mit ca. 20KW geladen werden muss und von 18:00 abends bis 06:00h früh 12 Stunden zur Verfügung stehen um die Ladung abzuschließen. Einfache Rechnung – 30 PKW mit je 4 Stunden ergibt 120 Stunden benötigte „Ladezeit“ geteilt durch die verfügbare Ladezeit von 12 Stunden ergibt immer 10 PKW die gleichzeitig geladen werden müssen – macht bei 20KW pro PKW dann 200KW Dauerlast über 12 Stunden….

Diese zusätzlichen 200KW muss die Infrastruktur verkraften können – jetzt rechne man einfach mal von den 100m Straße hoch auf ein größeres Wohngebiet – einfach mal Google Maps aufmachen und hochrechnen….

In „meinem“ Wohngebiet komme ich locjker in der direkten Umgebung auf ca. 1Km Straße – das wären dann bei 200KW/100m knappe 2MW welche in der Zeit von 18:00h bis 06:00h rein in die Elektromobilität „gepumpt“ werden müssten. Jetzt sind nicht immer alle Leute zu Hause, alle Akkus entladen usw. – also rechnen wir mal mit einem Gleichzeitigkeistfaktor von 0,75 – das sind dann immer noch gute 1,5 MW welche da benötigt werden – und das bei eher moderater Wohnbebauung und nicht dort wo Hochhäuser oder Plattenbautensiedlungen usw. stehen….
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  #29  
Alt 21.10.2016, 14:09
ThomasR ThomasR ist offline
Dauerbrenner
 
Registriert seit: 27.03.2005
Ort: Nideggen
Beiträge: 522
Eigentlich gibt es für diese Diskussion andere Foren in Sachen Elektromobilität. Auch dort macht man sich Gedanken über die Infrastruktur.

Tatsächlich kann man mit einem lokalen Zwischenspeicher die meisten dieser Probleme lösen. Der Sprit an der Tankstelle kommt ja auch nicht aus der Pipeline direkt von der Quelle.

Elon Musk will ja gerade dafür massenhaft AkkuPacks verkaufen, die sich jedermann/frau in die Garage hängen kann (ca. 2x2m und ca. 20cm dick; > 100kWh, passt an jede Garagenrückwand). Damit würde über Tag eine vergleichsweise geringe Leistung aus dem Netz entnommen und gespeichert. Erst am Abend/nachts würde das Fahrzeug dann damit geladen werden. Die Ladesäule dafür KANN dann auch an der Straße stehen bzw. den zusätzlichen Außenanschluß darstellen.

Damit steigt im Idealfall nur die Auslastung in Schwachlastzeiten....
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  #30  
Alt 21.10.2016, 15:34
IH-Elektriker IH-Elektriker ist offline
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Registriert seit: 09.01.2013
Beiträge: 1.003
Zitat:
Zitat von ThomasR
Elon Musk will ja gerade dafür massenhaft AkkuPacks verkaufen, die sich jedermann/frau in die Garage hängen kann (ca. 2x2m und ca. 20cm dick; > 100kWh, passt an jede Garagenrückwand).

.....

Die Ladesäule dafür KANN dann auch an der Straße stehen bzw. den zusätzlichen Außenanschluß darstellen.

Klar dürfte sein das noch einiges an Aufwand und Entwicklung nötig ist um der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen. Dezentrale Energie(zwischen)speicher sind sicherlich ein möglicher Weg, auch wenn der ggf. nicht immer funktioniert (Stichwort Hochhaus ohne Tiefgarage, jede Menge „Laternenparker“ und keine Garagenwand um die Akkus festzuspaxxen….).

Gut finde ich die quasi Zweitverwertung von Akkus welche nicht mehr die volle Leistungsfähigkeit haben, auch und gerade im Zusammenhang mit den erneuerbaren Energien. Das Konzept selbst ist sinnvoll, ggf. zusammen mit einem reinen „Mietkonzept“ für die Akkus in ihrer ersten Lebensphase im PKW.

Wichtig wäre da aber ein Akkusystem das einheitlich und auch herstellerübergreifend ist – dann würden ggf. durch höhere Stückzahlen auch die Akkus billiger. Man stelle sich vor jeder Hersteller von batteriebetriebenen Geräten würde proprietäre Batterien verwenden anstelle AA-Zellen usw. – diese Batterien bzw. Akkus wären deutlich teurer wie AA-Zellen o.ä. heute, egal ob Akku oder Batterie.

Vielleicht ist auch der Weg mit dezentraler Energieerzeugung vor Ort via Brennstoffzelle eine mögliche Lösung…..da gibt’s noch jede Menge ungelöster Fragen. Und wenn kein „Druck“ da ist um umzusteigen wird der altbekannte Verbrenner weiter laufen und laufen und laufen….

Einfach Steckdosen installieren dürfte allerdings nicht ausreichen, da sind wir uns denke ich größtenteils einig. Da gehört noch mehr dahinter – siehe eben einheitliche Akkus, einheitliche Ladesysteme, einheitliche Protokolle wo sich ggf. fahrzeuge verständigen können, Systeme zur Stromkosten-Abrechnung usw.

Und das alles in einer Zeit wo sich viele Hersteller lieber auf eigene Systeme festlegen würden – wird noch spannend werden
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