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  #11  
Alt 17.02.2012, 17:01
Teletrabi Teletrabi ist offline
Starkstrom
 
Registriert seit: 10.02.2004
Beiträge: 3.360
Moin,

> generelle Handhabung AuS ist nirgends festgeschrieben.
> Das liegt immer noch im Ermessen des Montreurs oder des anordnenden
> Meisters.

Ist Abschnitt 7.2 des Entwurfs nicht in die Endfassung übernommen worden?
Dort steht allseitiges (auch Lastseits) E&K _oder_ Berachtung als AuS:

7 Betrieb der Anlage

7.2 Besonderheiten bei der Betriebsführung des Netzbetreiber-Netzes

Erden und Kurzschließen bei Arbeiten im Netz

Voraussetzung für das sichere Arbeiten im Netz ist nach dem Freischalten die Verhinderung eines ungewollten Wiederzuschaltens irgendeiner Spannungsquelle. Da Fehlhandlungen nie ausgeschlossen werden können und die bisher dem Netzbetreiber jederzeit uneingeschränkt zugängliche Schaltstelle mit Trennfunktion entfällt, ist als zusätzliche Sicherungsmaßnahme das Erden und Kurzschließen vor und hinter der Arbeitsstelle durch den Netzbetreiber immer erforderlich. Hierfür sollten auch ausreichend dimensionierte Hausanschlusskästen genutzt werden.
Dies bedeutet für die Netzbetreiber die konsequente Anwendung aller 5 Sicherheitsregeln bei Arbeiten im Niederspannungsnetz (außer natürlich bei Arbeiten unter Spannung). Hinter einer getrennten Leitung im Niederspannungsnetz des Netzbetreibers (aus Sicht des Ortsnetztransformators, also auf der Kundenseite der Trennstelle) muss daher künftig auch immer geerdet und kurzgeschlossen werden. Wenn auf der Kundenseite der Trennstelle nicht geerdet und kurzgeschlossen wird, ist eine Fremdeinspeisung (z. B. über ein Notstromaggregat in der Landwirtschaft) anderweitig zu verhindern.


Betrieb von Netzersatzanlagen

Für den Netzbetreiber ist es für gewisse Arbeiten im Netz erforderlich, Teilnetze vom übrigen Netz abzutrennen (z. B. Austausch eines Ortsnetztrafos). Um die Kunden auch während dieser Zeit versorgen zu können, setzt der Netzbetreiber Netzersatzanlagen ein. Über Einsatz und Betrieb von Netzersatzanlagen informiert der Netzbetreiber die betroffenen Kunden in der Regel nicht.
Wenn die Einspeiseleistung der Erzeugungsanlagen die Lastabnahme in diesem abgetrennten Teilnetz übersteigt, kann es jedoch zu einer schutzbedingten Ausschaltung der Netzersatzanlage kommen. Ein stabiler
Betrieb der Netzersatzanlage wäre dann also nicht mehr möglich. Um dies zu verhindern, ist dafür Sorge zu tragen, dass die Erzeugungsanlagen in einem derartigen Betriebsfall ausgeschaltet werden. Hierfür werden die Netzbetreiber in dem Teilnetz nach erfolgter Trennung vom übrigen Netz mit der Netzersatzanlage eine Frequenz von mindestens 50,5 Hz (bis maximal 51 Hz) einstellen, um über dieses Frequenzkriterium die Erzeugungsanlagen sicher auszuschalten.

Um eine unterbrechungsfreie Rücksynchronisation des Teilnetzes mit dem übrigen Netz zu ermöglichen, wird mit der Beendigung des Netzersatzanlagen-Betriebes und der Wiederinbetriebnahme des Ortsnetztransformators die Frequenz wieder an die aktuelle Netzfrequenz angeglichen. Damit sich die Erzeugungsanlagen nicht unmittelbar wieder einschalten, wenn sich die Frequenz wieder innerhalb des Toleranzbandes nach 5.5.2 befindet und somit die Stabilität des Netzbetriebes in dieser Zeit gefährden würde, muss nach einer
Ausschaltdauer der Erzeugungsanlagen von > 3 s eine Wartefrist von mindestens 30 s eingehalten werden (siehe auch 7.3).

Zur unterbrechungsfreien Versorgung des Netzes – insbesondere im Augenblick der Zuschaltung der Netzersatzanlage – ist der Einsatz von kurzzeitig rückleistungsfähigen Netzersatzanlagen zu empfehlen.



> Denn, was machst Du im Fall von schlechten Wetter? Oder bei Störungen?
> Trotzdem AuS ausführen? Träum weiter.
E&K?

> Ohne Unterbrechung wird es nicht gehen.

habe auch nichts anderes behauptet. Aber E&K nur netzseits reicht nicht mehr bei Arbeiten im Versorgungsnetz mit Eigenerzeugungsanlagen.

> Welche VDE Regel zitierst Du eigentlich? Meinst Du vieleicht die VDE 0105?

VDE-AR-N 4105:2011-08 Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz -
Technische Mindestanforderungen für Anschluss und Parallelbetrieb von Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz

Als Entwurf 2010-07 hier:
http://www.sfv.de/pdf/Erzeugungsanla...ngsnetzpdf.pdf
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  #12  
Alt 21.02.2012, 20:09
Hadde Hadde ist offline
Wissenshungrig
 
Registriert seit: 08.02.2007
Ort: RLP
Beiträge: 1.224
Hallo Leute,

leider konnte ich mich erst jetzt wieder melden.

@Telatrabi: Meine Wechselrichter sind im Jahr 2005 eingebaut worden.

@Hotwire und Elt-Onkel:

Es hat niemand behauptet, dass ich ins Netz einspeisen möchte.
Wenn ich mir die Angelegenheit mit einem Aggregat wirklich überlege, dann müsste die Anlage entsprechend mit einer Schalteinrichtung Netz--0-stellung--- Notstrom ausgerüstet werden.
__________________
MFG

Hadde

------------------------------
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Alle angaben sind ohne Gewähr.
> Wissen ist das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt ...
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