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#1
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Isomessung bei Datenleitungen
Moin zusammen,
mal eine ganz einfache Frage zum Thema PoE. Hierbei werden 44 V bis 54 V über die Netzwerkverkabelung geführt. Die Spannungsquelle wird sicherlich als SELV-Quelle ausgeführt. Aus meiner Sicht wäre in diesem Fall eine Isolationswiderstandsmessung erforderlich: DIN VDE 0100-600:2008-06, Abscnitt 61.3.4.1, mit DIN VDE 0800-1:1989-05, Abschnitt 4.2 Wie betrachtet die geneigte Leserschaft dieses? Gruß Olaf
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Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, UVV, AVBEltV/NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, GPSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden. Für elektrotechnische Laien gilt: Dieser Beitrag erläutert die technischen Zusammenhänge. Die Umsetzung obliegt den konzessionierten Fachbetrieben (§13(2) NAV). |
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#2
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Hallo Olaf,
ich habe bisher nur mit 24 Volt bei POE zu tun gehabt. Welche Geräte werden denn mit der von Dir angegebenen Spannung betrieben? Gruß Alois
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http://from-science-to-art.eu |
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#3
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Moin Alois,
die Spannungsangabe habe ich aus Wikipedia übernommen (siehe Anlage). Vom Prinzip her ist es aber egal, ob es 24 V oder 48 V sind. Gruß Olaf
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Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, UVV, AVBEltV/NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, GPSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden. Für elektrotechnische Laien gilt: Dieser Beitrag erläutert die technischen Zusammenhänge. Die Umsetzung obliegt den konzessionierten Fachbetrieben (§13(2) NAV). |
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#4
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Hallo Olaf,
ob die Prüfung mit 250V DC gegen Erde, wie in VDE 0100-600 angegeben, für heutige Ethernet-Datenleitungen einen Sinn ergibt ist zweifelhaft. Zumindest für die durchgängig geschirmte Version kann man sich diese sparen, viel wichtiger ist die Beachtung möglicher vagabundierender Ausgleichsströme über die Schirmung. Eine Isolationsmessung vom Schirm gegen Erde nach einer Neuverlegung (über viel Metall) kann vor dem Kontaktieren mit den RJ45-Dosen einen Sinn machen. Die PoE-Versorgungsquelle ist natürlich auf Herz und Nieren zu prüfen! Auch ist der Einsatzbereich zu beachten, im industriellen Umfeld ist ein Stromnetz oftmals total mit Oberwellen und Spannungsspitzen verseucht. Da könnten deutlich spürbare Berührungsspannungen (trotz galvanischer Trennung, C macht es möglich) auftreten. Gruß Markus |
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#5
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Na, Herr Kollege Feingewinde, das läßt sich ja wohl nur mittels selbst gebateltem Prüfadapter realisieren, der müßte dann wieder nach der Prüfnorm für VDE-Prüfgeräte gefertigt sein und wohlmöglich noch eine Konformitätsbewertung durchmachen, oder?
Deine Bedenken kann ich aber nachvollziehen, wenn nach neuster Norm 25W eingespeist werden dürfen, bei einem widerstandsbehafteten Kurzschluß könnte das Leitungsnetz durchaus abfackeln. Auf der anderen Seite sind die Netzwerkleitungen (hoffentlich inzwischen alle) halogenfrei und selbstverlöschend, so daß bei Schmelzen der Isolierung ein satter Kurzschluß einträte, der das normenkonforme Speisegerät zum Abschalten bringt. Meine verwendeten Verdrahtungstester prüfen alle Adern gegeneinander und gegen Schirm auf Isolationsfehler, aber natürlich nicht mit der normenkonformen Prüfspannung, die Wahrscheinlichkeit eines Durchschlages bei Nennspeisespannung PoE halte aber für so gering, daß wir das unter Restrisiko verbuchen sollten, immer daran denken, daß unsere Atomkraftwerke auch mit diesem "vertretbaren Risiko" laufen... |
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#6
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Moin,
ich finde das durchaus interessant... Gucken wir mal in die relevanten Regelwerke: DIN EN 50364:2010-02 Prüfen von Installationsverkabelung (informationstechnik) Hier gibt es keinen Hinweis auf eine Prüfung die dem Zweck der Sicherheit dient - nein, dass soll sogar gemäß der Einführungstexte garnicht Gegenstannd der Norm sein. Dafür gebe es andere Regelwerke (mit Verweis auf...) DIN EN 50174-2 (DIN VDE 0800-174-2:2011-09) Installtionsplanung und Installationspraktike in Gebäuden (informationstechnik) Ja, hier gibt es schon eher was zur Sicherheit, allerdigs wird hier zwischen "Stromversorgungsverkabelung" und "Informationstechnischer Verkabelung" unterschieden. Ersteres müsse natürlich nach HD384 / EN 60364 (...also nach DIN VDE 0100...) errichtet sein. Nach 4.1.4. dürfen die Übertragugskabel nur an Geräte angeschlossen werden, die der Normreihe DIN EN 60950 (DIN VDE 0805; Informationstechniche Einrichtugen und Geräte) entsprechen. Diese stellen eine sichere SELV oder TNV-Stromversorgung bereit und man geht dann davon aus, dass durch diese Maßnahme wohl die elektrische Sicherheit gewährleistet ist... ![]()
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Der Strom kann ruhig bunt sein - ohne Kabel nützt das nix. Aktuelles Bild: NAKBA 3x95/50 SM 0,6/1kV nach VDE U 0250:1936 kabelmafia - der auch gerne mal dies Kabel als unbarmherzige Moderatorenkeule benutzt ![]() Die in diesem Beitrag getätigten Aussagen müssen nicht vollständig und richtig sein. Durch das Medium "internet" bleiben zwangläufig wichtige Detailinformationen auf der Strecke. Dieser Beitrag ersetzt auf keinen Fall eine fach- und sachkundige Beratung vor Ort. |
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#7
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Hallo Olaf,
wenn ich mir die POE-Aktivierungsschritte ansehe, dann würde ein Kurzschluss vermutlich nicht eingeschaltet. Wie sich die POE-Quelle verhält, wenn ein Kurzschluss auftritt müsst man einmal klären. Wo siehst Du die Gefahr? Gruß Alois
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http://from-science-to-art.eu |
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#8
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Moin Alois,
es geht im Wesentlichen darum, dass die SELV-Quelle auch auf ein "isoliertes und erdfreies" Netz speist. Und bei Kleinspannungsanlagen ist u. a. auch die Messung des Isolationswiderstandes in den Normen enthalten (auch wenn viele Meinen, dass dies für Anlagen der Nachrichtentechnik nicht gilt). Gruß Olaf
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Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, UVV, AVBEltV/NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, GPSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden. Für elektrotechnische Laien gilt: Dieser Beitrag erläutert die technischen Zusammenhänge. Die Umsetzung obliegt den konzessionierten Fachbetrieben (§13(2) NAV). |
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#9
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Hallo Olaf,
die Normen habe ich bislang so verstanden dass sie dafür sorgen sollen, dass Gefahren abgewendet werden sollen. Wenn eine Spannungsquelle aufgrund ihrer Spezifikation ungefährlich ist, dann erübrigt sich m.E. eine Messung wie die Isolationswiderstandsmessung. Gruß Alois
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