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  #1  
Alt 28.01.2012, 23:22
unnamed84 unnamed84 ist offline
Null-Leiter
 
Registriert seit: 22.12.2011
Beiträge: 23
Ausrufezeichen Zählerwesen und Energieversorgung

Hi!

Da ich so mehr in der "Murks & Rätzel" - Ecke aufgewachsen bin hab ich ein paar total einfache Fragen, man würde mich eventuel dafür bestimmt lynchen wollen

Meine Fragen beziehen sich auf die Entwicklung von Stromzählern, Messprinzip, theoretischer Aufbau mit den grundlegenden Integralberechnungen bis hin zu der Abrechnung und Weiterentwicklung des Zählerwesens.

Mein Interesse dafür begründe ich mal mit meinem eventuell neuen Tätigkeitsgebiet auf der Arbeit, ich komme aus der chemischen Industrie.

Über Antworten und/oder hilfreiche Links würde ich mich sehr freuen!


Als erstes würde ich sehr gerne etwas über die viertel Stunden Werte /Abrechnung erfahren, die sich, wie ich es hörte, im Laufe der Zeit bei den Energieunternehmen etabliert hat, sprich der Leistungsfluss.

Und überhaupt...wie kommen solche Durchflusswerte zustande? Ich meine, ich hab ja den Stromzähler und den Zählerstand in KWh.
Ist es richtig, wenn ich den Zählerstand aus einem definierten Zeitraum nehme und runterrechne, dass ich auf den durchschnittlichen Durchflusswert in KW komme?

bspw. 54300 KWh pro Monat; Monat mit 30,5 Tagen, sprich 732 h
ergibt 74 KW ??

und der viertel Stundenwert wäre dann 18,5 KW?
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  #2  
Alt 29.01.2012, 13:19
Teletrabi Teletrabi ist offline
Starkstrom
 
Registriert seit: 10.02.2004
Beiträge: 3.348
Moin,

> Und überhaupt...wie kommen solche Durchflusswerte zustande? Ich meine,
> ich hab ja den Stromzähler und den Zählerstand in KWh.
> Ist es richtig, wenn ich den Zählerstand aus einem definierten Zeitraum
> nehme und runterrechne, dass ich auf den durchschnittlichen Durchflusswert
> in KW komme?

nennen wir Durchflusswert jetzt schlicht Arbeit (kWh)/Zeit(h) = Leistung (kW), dann passt das soweit.

> und der viertel Stundenwert wäre dann 18,5 KW?Nö, da Leistung als Arbeit/Zeit definiert ist, ändert sie sich nicht mit dem betrachteten Zeitraum. Wenn dein 60W-Glühobst leuchtet, zieht es seine 60W ja auch unabhngig davon ob es drei Sekunden oder drei Stunden leuchtet und wird nicht plötzlich zehnmal so hell, nur weil die Einschaltzeit geändert wird.

Bei den Viertelstunden-Werten geht es darum, die durchschnittliche oder maximale Leistung in Viertelstunden-Blöcken zu erfassen, i.d.R. um neben einem Arbeitspreis (bezogene Energiemenge) auch noch einen Leistungspreis abzurechnen. Man muss ja das Netz in einem Zustand halten, dass es den maximalen Leistungsbezug erbringen kann. Heißt also, wenn du als Spitzenlast 1 MW beziehst, muss das Netz darauf ausgelegt sein, auch wenn 99% der Zeit nur 120 kW bezogen werden. Um die Vorhaltekosten für den Spitzenbezug mit zu berücksichtigen gibt es halt Tarifmodelle die neben der summierten Arbeit auch die Höhe der maximalen Leistung mit einpreisen.
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  #3  
Alt 29.01.2012, 14:18
unnamed84 unnamed84 ist offline
Null-Leiter
 
Registriert seit: 22.12.2011
Beiträge: 23
@Teletrabi

Danke für deine Antwort! Das mit den 18,5 KW war echt quatsch von mir , eine min noch mal rumgerechnet, dann war es klar . Ideal gesehen hat das "Glühobst" natürlich permanent die gleiche Leistung, bis auf die ms-Momente beim Einschalten und Ausschalten, die aber in der Überlegung keine Rolle spielen.

Also, in dem Viertel-Stunden Wert/Block wird nun die durchschnittliche Leistung/Spitzenleistung erfasst, damit der Netzbetreiber die nötigen Daten bekommt, um sein Netz Instand zu halten/auszuweiten und das mit dem Verbraucher tariflich abzurechnen...so hab ich das jetzt verstanden.

Weißt du, wie sich das mit den Viertel-Stunden Werten entwickelt hat, sprich wie es zu diesen Zeitabständen gekommen ist?

Und wie kommen die Daten an den Versorger/Netzbetreiber? Unter zu Hilfenahme von Messstellen sprich Leistungsmessgeräten Richtung Prozessleitsystem??

Merci
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  #4  
Alt 16.02.2012, 17:31
unnamed84 unnamed84 ist offline
Null-Leiter
 
Registriert seit: 22.12.2011
Beiträge: 23
elektrodynamisches Messwerk

Hallo zusammen,

eine Frage zum elektrodynamischen Messwerk... es besteht ja bekanntlich aus der Drehspule und der Feldspule. Werden Strom und Spannung angeschlossen kommt es zum Drehmoment mit dem Zeigerausschlag.

Wie kann ich mir das bei modernen Messgeräten vorstellen, Stichwort Digitalisierung?

Danke!
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  #5  
Alt 11.04.2012, 07:40
unnamed84 unnamed84 ist offline
Null-Leiter
 
Registriert seit: 22.12.2011
Beiträge: 23
Guten Morgen!

Beschäftige mich gerade mit Hall-Generatoren. Kann mir vieleicht jemand sagen, wie die Leistungs-/Arbeitsmessung über Hall-Generatoren in elektrischen Messwerken für Wechselstrom funktioniert?

Also, durch das Magnetfeld kommt es auf der stromdurchflossenen Halbleiterplatte zur Ladungstrennung, diese wiederum ist die Ursache der Hallspannung. Ich habe zudem gelesen, das hohe Gleichströme, Magnetfelder, etc. gemessen werden können, aber nichts von Wechselströmen.

Danke
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  #6  
Alt 11.04.2012, 13:01
Teletrabi Teletrabi ist offline
Starkstrom
 
Registriert seit: 10.02.2004
Beiträge: 3.348
Ladungstrennung? Naaaja.
Du hast 'nen Stromfluss von Ende a nach Ende b und die Lorentzkraft sorgt für eine dazu senkrechte Ablenkung, sodass diese Quer-Komponente aus der Ablenkung zwischen den Längsseiten als Potentialdifferenz messbar wird.
Hast ein Wechselfeld, schwankt die Richtung des Magnetfelds und somit auch die Seite, in welche die Lorentzkraft die Elektronen des Arbeitsstroms zur Seite drängt. Damit hast dann halt als Ausgang des Sensors eine entsprechend dem Magnetfeld schwankende Wechselspannung. Je höher der Strom, desto höher das manetfeld, desto stärker die Elektronenablenkung desto größer die (momentane) Hall-Spannung. Also ist die Amplitude der Hallspannung ein Maß für das Magnetfeld und damit für den hervorrufenden Strom im zu messenden Leiter. Polarität und Frequenz folgen der Richtung und Frequenz des Stroms im zu messenden Leiter.

Damit hast den Strom im interessierenden Leiter gemesssen. Das ganze nun unter beachtung der Vorzeichen mit einem (momentanen) Spannungswert multipliziert ergibt die Leistung, über die Zeit aufsummiert die Arbeit.
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  #7  
Alt 13.04.2012, 08:51
unnamed84 unnamed84 ist offline
Null-Leiter
 
Registriert seit: 22.12.2011
Beiträge: 23
Danke für die Antwort!

Ich hab da aber noch ne Frage zu den elektronischen Energiezählern, wozu ich leider noch nichts gefunden habe.

Und zwar, wie wird der Strom messtechnisch erfasst?
Wir setzen Wandlerzähler mit einem Sekundärstrom von 5 A ein (ABB Delta plus). Für die Digitalisierung werden meistens Spannungssignale verwendet, die über Operationsverstärker verschaltet werden. Die Aufnahme kann doch nur über Shunts, Rogowskispule und Hall-Sonden erfolgen, wobei die Rogowskispule denke ich schon ausgeschlossen werden kann.
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  #8  
Alt 13.04.2012, 10:36
unnamed84 unnamed84 ist offline
Null-Leiter
 
Registriert seit: 22.12.2011
Beiträge: 23
Beitrag Suche elektronische Energiezähler

Im Einsatz ist aus der ABB Baureihe Delta der DZ 3411 W

Dabei handelt es sich um einen Wirkleistungszähler in Kompaktausführung (123x96) im Hutschienenformat, mit Wandleranschluss und S0-Impulsausgängen für ein 3x 400V Drehstromnetz (Messwerk in Aaronschaltung), Messgenauigkeit 1%.

die ABB Delta-Baureihe ist schon sehr gut, diese Ausführung gibt es optional mit LON- oder M-Bus und sie sind eichbar.

Ich suche:

einen mindestens vergleichbaren Zähler für Drehstromsysteme einer anderen Firma (wir stehen auch auf Auswahl), der eichfähig ist und das nonplusultra wäre anstatt M-Bus eine Ethernet-Schnittstelle. ein Adapter ist nahezu ausgeschlossen, da der Platz es nicht hergibt.

Dies alles erfolgt erstmal im Rahmen einer Diplomarbeit, die Umstellung der Zähler auf ein Bussystem wird zwangsläufig kommen. Die benötigte Stückzahl würde sich auf circa 300 belaufen, entschieden wird natürlich nach preis/leistungsverhältnis und würde demnach in einem chemischen unternehmen einzug finden.

Anhang: die pdf-Datei der ABB-Zähler:
http://www05.abb.com/global/scot/scot209.nsf/veritydisplay/2b965bf1d946b606c1257558002f00b5/$file/2cdc481013m0101.pdf
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  #9  
Alt 13.04.2012, 13:13
Benutzerbild von Oberwelle
Oberwelle Oberwelle ist offline
Nie Auslernender
 
Registriert seit: 04.04.2005
Beiträge: 7.937
Zitat:
Zitat von unnamed84
Danke für die Antwort!

Ich hab da aber noch ne Frage zu den elektronischen Energiezählern, wozu ich leider noch nichts gefunden habe.

Und zwar, wie wird der Strom messtechnisch erfasst?
Wir setzen Wandlerzähler mit einem Sekundärstrom von 5 A ein (ABB Delta plus). Für die Digitalisierung werden meistens Spannungssignale verwendet, die über Operationsverstärker verschaltet werden. Die Aufnahme kann doch nur über Shunts, Rogowskispule und Hall-Sonden erfolgen, wobei die Rogowskispule denke ich schon ausgeschlossen werden kann.


Was hast du vor oder was für Info´s suchst du ?!

Du schmeist da mit Begriffen um dich, die zusammen mit dem Thema nicht passen..


OW
__________________
.
Ich kann über die Richtigkeit / Vollständigkeit meiner Angaben keine Gewähr übernehmen. Immer alle Vorschriften beachten !
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  #10  
Alt 13.04.2012, 14:40
unnamed84 unnamed84 ist offline
Null-Leiter
 
Registriert seit: 22.12.2011
Beiträge: 23
Zitat:
Zitat von Oberwelle
Was hast du vor oder was für Info´s suchst du ?!

Du schmeist da mit Begriffen um dich, die zusammen mit dem Thema nicht passen..


OW

was das angeht..

ich möchte verstehen, wie stromdaten messtechnisch erfasst und digitalisiert werden. und zwar bei elektrischen energiezählern, die bekanntlich aus der multiplikation der phasenspannung mit dem dazugehörigen strom die wirkleistung, bzw. verrichtete Arbeit wiedergeben.

da der strom über einen 5 A Wandler erfasst wird und nun max 5 Ampere auf der messleitung annehmbar sind, müssen die vom messwerk ja irgendwie erfasst, bevor sie digitalisiert werden. ich hab halt gelesen, das nur spannungssignale für die multiplizierung und anschließende quantisierung verwendet werden. desweiteren wurde mir mal gesagt, dass hall-sensoren in so einem messwerk sitzen. die werden aber eigentlich für magnetfeldmessungen genommen. deren hallspannung ist u.a. abhängig vom steuerstrom (bis zu 0,5 A) und dem magnetfeld. wie passt das jetzt mit elektrischen energiezähler über wandleranschluss zusammen?
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