Archiv von diesteckdose.net

Regelmäßige Prüfungen

Hobbit:

21.06.2005
14:42:52
Hallo zusammen,
ich habe da eine allgemeine Frage. Nach VDE müssen verschiedene Sachen regelmäßig überprüft werden, wie z.B. ortsveränderliche Verbrauche, elektrische Anlagen usw.
Meine Frage: Gibt es irgendwo eine Zusammenstellung, was alles, in welchem Zeitraum und nach welcher Vorschrift in einem Industriebetrieb zu prüfen ist.
Vielen Dank für eure Hilfe
SPS:

21.06.2005
14:58:06
Hallo Hobbit

Einige infos gibt es hier.

Merkbuch für den Elektrofachmann (Teil 1)
Erst- u. Wiederholungsprüfungen in Starkstromanlagen bis 1000V

Pdf (970 kB) - Ausgabe 3.05

http://www.gmc-instruments.com/resources/sonderdrucke/merkbuch/merkbuch2_3-05.pdf

Merkbuch für den Elektrofachmann (Teil 2)

* Prüfungen elektrischer Betriebsmittel
und Maschinen

Pdf (800 kB) - Ausgabe 3.05

http://www.gmc-instruments.com/resources/sonderdrucke/merkbuch/merkbuch2_3-05.pdf


Beha Messfiebel
http://www.beha.de/%20pdfs/PTDPM0000200-03.pdf

In der Beha Fiebel besonders den Punkt § 3 Gefährdungsbeurteilung.
Mit der Suche findest du im Forum weitere Beiträge zu dem Thema.



mfg sps
meister_lampe:

21.06.2005
15:12:51
8) 8) 8) :D kuckst du in BGV A3 steht alles drin auch im Netz zu finden.
gruß 8) 8) 8)
SPS:

21.06.2005
15:23:00
Hallo Hobbit

der Link zur BGV A3

http://www.bgfw.net/informationen/bgv/bgv_a3.pdf

Leider steht hier nicht alles

Zitat Beha Fiebel
"Die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) ist als Gesetz
der BGV A3 übergeordnet und regelt die Zuständigkeit der
Verantwortung, hier heißt es u.a......"

"......Für Arbeitsmittel sind insbesondere Art, Umfang und Fristen erforderlicher Prüfungen zu ermitteln"

Meine Meinung
Das bedeutet in jedem Betrieb kann es anders aussehen.

Der E-Fachmann kann diese Beurteilung in der Regel nicht machen.

Praktisch sind viele Fachleute und Kleinbetriebe durch diese neuen Regeln überfordert.

Umfangreiche Dokumentation....
Fachübergreifende Gefahren ...

Es gibt keine allgemein gültigen Fristen mehr.
Eine Säge hat eine andere Gefahr als die Bohrmaschiene, Kaffemaschiene oder der PC

Also verschiedene Fristen je Gerät möglich???

Das wird oft nur durch externe Fachkräfte, die sich auf diese Aufgabe spezialisiert haben, gelingen.

mfg sps
Olaf S-H:

21.06.2005
20:46:15
Moinmoin Hobbit,

Geräte werden nach VDE 0702 und Anlagen nach VDE 0105-100 geprüft.

Die Prüffristen ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung gem. BetrSichV und ArbSchG. Die BGV A3 hat in Hinsicht auf die Fristen nur noch den Status einer Empfehlung.

Gruß Olaf
Hobbit:

22.06.2005
07:54:10
Danke an alle, werde mich mal durch eure Links durchlesen
meister_lampe:

22.06.2005
11:06:13
Wobei sich die Gefährdungsbeurteilungen nicht über Prüffristen auslassen. Die BG nennt ja auch nur Richtwerte. 8) 8) 8) 8) 8) 8) 8) 8) 8) 8) 8)
Hobbit:

22.06.2005
14:10:08
ich habe mal eine Liste zusammengestellt, was zu prüfen ist.
Für Ergänzungen und Anregungen bin ich dankbar.

Vorschrift Inhalt Zeitraum wird geprüft von
BGV A3 elektr. Anlagen jährlich Elektrofachkraft
VDE 0105

BGV A3 ortsfeste Betr.mitel 4 Jahre Elektrofachkraft
EN 60204

BGV A3 veränderl. Betr.mittel bis 2 Jahre Elektrofachkraft
VDE 702

BGV A1 Sicherheitsbel. jährlich Sachkundiger
BGR 216

DIN 5035-1 Beleuchtungsanlagen 3 Jahre Sachkundiger
BGR 131
meister_lampe:

22.06.2005
14:15:28
Was ist mit Baustellen ? Und mit elektrotechnisch unterwiesenen Personen? 8) 8)
Da kannst du noch mal suchen. :) :P
Olaf S-H:

22.06.2005
20:57:07
Moinmoin Hobbit,

zum Thema "Inhalt der Prüfungen" hier ein Link auf ein ähnliches Thema. Vielleicht enthält es ja Anregungen für Dich.

http://www.diesteckdose.net/thread.php?threadid=806&boardid=15

Gruß Olaf
Momo:

26.06.2005
10:54:09
Es gibt keine Prüffristen. Es gibt Empfehlungen.
Es muß allerdings immer eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt werden.
Hobbit:

28.06.2005
08:51:04
Hallo Momo,

wer ist für dei Gefährdungsbeurteilung zuständig? Ich als verantwortliche Elektrofachkraft oder unser Sicherheitsingenieur, der allerdings vom Mascinenbau kommt?
Momo:

1.07.2005
14:39:22
Zuständig ist immer zuerst der Betreiber, der delegiert an den, von dem er weiß, daß er die meiste Ahnung hat und die Sache möglichst gut durchführt. Denn aus der Haftung kommt der Betreiber nie vollständig heraus.

Am besten in Eurem Fall sich gemeinsam hinsetzen und die Grundregeln festlegen.
Wenn Ihr beim Prüfen Geld sparen wollt, dann schnappe Dir Deinen Ing. und komm bei uns vorbei. Wir haben derzeit bei allen Unternehmen größer 75 Arbeitnehmern immer mehr eingespart, als es gekostet hat. Man muß nur wissen wie.
Die BetrSichv ist eine tolle Chance Geld zu sparen und sich rechtlich abzusichern.
E-Heiko:

22.07.2005
07:53:51
Hallöchen,
Ich war auf einem Le(e)(h)rgang für die VEFK. Da haben wir gelernt, dass die Prüffristen der AM durch die BetrSichV geregelt werden. Aber erst nach einer Gefährdungsbeurteilung. Klingt alles logisch und ist, wie Momo schon sagt, auch Kostensparend.
Jetz habe ich das alles meinem Chef erzählt und der sagte mir, dass wir durch die Zentralabteilung für Arbeitssicherheit an die Prüffristen nach BGV A3 gebunden sind. Zitat." Es wird durch die BG so empfohlen, dort sind wir versichert, also wird´s so geprüft".
Also doch wieder ein Durcheinander. Vielleicht kann Momo mal Klarheit schaffen.
p.s. Die Gefährdungsbeurteilung soll die Fachkraft für Arbeitsicherheit bei uns machen, ist sie da nicht vom elektrotechnischen Standpunkt aus überfordert???
Horst:

22.07.2005
10:43:23
Quote:
Original von E-Heiko
...Jetz habe ich das alles meinem Chef erzählt und der sagte ..
" Es wird durch die BG so empfohlen, dort sind wir versichert, also wird´s so geprüft". ...


Nur meine bescheidene Meinung dazu :
Der Chef gibt die falsche Empfehlung.

Die Elektrofachkraft allein muss sich fragen mit welcher Wahrscheinlichkeit,
bei bestimmungsgemäßem Gebrauch des Betriebsmittels, ein Fehler auftreten kann,
der die Sicherheit beeinträchtigt.
Er kennt den Einsatzort und in dem Zusammenhang die mögliche Gefährdung
des Benutzers - und legt für diesen Einzelfall die Prüffrist fest.
Niemand darf ihm da reinreden - niemand kann ihm da raten.
Er allein ist als Prüfer (befähigte Person/verantwortliche Elektrofachkraft) verantwortlich.
Die Prüffristen der BGV sind einzig freundliche Empfehlungen für die
eigene "Wahrheitsfindung". Sie geben eine einheitliche Prüffrist vor,
die sich in der Praxis so vielleicht nicht ergeben wird.
Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, im Fall des Falles muss sich der
Prüfer die Frage gefallen lassen, wie er für das (eine) Gerät zur definierten
Prüffrist gekommen ist, denn auch in der BGV A3 steht der allgemeine Ansatz,
dass so geprüft wird, dass Mängel rechtzeitig erkannt werden.
Natürlich muss man auch mit dem nötigen Augenmaß an diese Sache heran gehen.
Schließlich ist es in zweiter Linie auch eine Kostenfrage.
Statistische Werte über Ausfälle und Lebensdauer können durchaus hilfreich sein.

Bis denne,
Horst